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BEBORN BETON - A Worthy Compensation

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Artist BEBORN BETON
Title A Worthy Compensation
Homepage BEBORN BETON
Label DEPENDENT
Leserbewertung
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9.8/10 (4 Bewertungen)

BEBORN BETON schafften es in den 90ern nie in die erste Reihe des Electro. Meiner Meinung nach völlig unverdient. Sie schenkten uns einige unvergessliche Tracks und Arbeiten voller elektronischer Wärme und Klangkunst, so unter anderem: „Another World“, „Lost“, „Little Robot“ oder „Torture“. 15 lange Jahre war es zumeist – bis auf einige Konzerte – ruhig um die 3 Jungs aus Essen. Man war viel unterwegs, auf Tournee und hat die Welt gesehen, aber im Plattenladen und in den Clubs blieb es still…

Doch kommen wir ins Jahr 2015: Musikalisch und stilistisch spielen BEBORN BETON bekanntermaßen einen Mix aus DEPECHE MODE, SEABOUND, MESH, AND ONE und WOLFSHEIM, und es gelingt ihnen auch auf dem neuesten Werk „A Worthy Compensation“ (übrigens das erste Album seit 1999!) den Funken überspringen zu lassen. Im Hause Dependent kompetent promotet und in den Fachmedien professionell plaziert kommt Anfang September „A Worthy Compensation“ in die Plattenläden und Downloadportale. Labeltypisch mit edlem und stilvollem Design und grafisch aufwendiger Gestaltung lohnt der Erwerb eines Jewel Case. Abgesehen von der Verpackung stimmt auf dem 10-Tracker auch sonst alles. Musikalisch top, Arrangements, Programmierung, sonorer Gesang, Melancholie, wunderschöne Melodien und ein glasklarer Klang lassen den geneigten Electrohead in Träumen schweben. Eine besondere Art des long-term-working-Albums der letzten Jahre also. Sie haben sich nicht lumpen lassen und alles versammelt, was sich so an erstklassigen Kompositionen in den zurückliegenden Jahren angefunden hat.

Professionell Hand bei der Produktion legte Olaf Wollschläger (u.a. MESH, YELLO, IN STRICT CONFIDENCE, SEABOUND u.a.) an und verfeinerte den Sound. Die drei Essener Stefan Netschio mit seiner einzigartigen Stimme, Michael Wagner (Elektronik) und Stefan Tillmann (Programmierung, Elektronik) legen hier ein meisterliches Werk der elektronischen Klangkunst hin, dass das Hineinhören lohnt. Anspieltipps sind m.E. sinnlos in diesem Fall, denn alle 10 Tracks sind wunderbar und einzigartig schön. Melancholische Melodien zwischen Electro, Synthiepop und Electropop. Das Album zündet bereits beim 1. Hördurchlauf, entfaltet seine Tiefe und seinen Zauber allerdings erst nach dem 3. oder 4. Hördurchgang. Wer den sanften Electro der deutschen Tradition schätzt, sollte hier nicht lange zaudern und beherzt zugreifen. Allen Freunden des S/E-Pops sei dieses wunderschöne Album ebenfalls ans Herz gelegt. BEBORN BETON gelingt es mit „A Worty Compensation“ weitaus mehr als eine schnöde Kompensation für ihre lange Abstinenz zu schaffen, sondern sie erschufen ein Stück elektronischer Klangkunst!

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