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BEFORE THERE WAS ROSALYN - The Fuhrer (An Allegory Of A History Of Deception)

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Artist BEFORE THERE WAS ROSALYN
Title The Fuhrer (An Allegory Of A History Of Deception)
Homepage BEFORE THERE WAS ROSALYN
Label VICTORY
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Alexis, Autumn, August, Alexandria… doch wer ist Rosalyn? Zumindest scheint diese Frau mit der hier aktiven Band gewissermaßen in Beziehung zu stehen. Ungeachtet des mysteriösen Namens beziehen sich BEFORE THERE WAS ROSALYN aus Houston, Texas, vor allem auf eins: Gott. Einzigartig macht sie das natürlich noch lange nicht, und deswegen haben sie sich für ihr Victory-Debüt ein besonders heißes Thema ausgesucht. Es geht um die Macht des Menschen und die Kraft, Dinge ebenso erschaffen wie zerstören zu können. Dazu setzt man sich lyrisch mit dem dritten Reich auseinander, vertont die gesamte Grausamkeit in elffacher Ausführung und stellt am Ende eine Art Gleichnis auf die Beine, das im Handel unter dem Namen „The Fuhrer“ erhältlich ist.

So überholt wie diese Thematik ist leider Gottes auch die Musik der fünf Texaner. Der Hörer wird von der schwermütigen und düsteren Atmosphäre gleichermaßen erdrückt wie gelangweilt, so dass wirklich kein Funken Freude beim Hören aufkommt. Das Tempo der ohnehin schon übertrieben verschleppten Songs noch zusätzlich mit einer Masse an Breakdowns runterzuschrauben, ist ja nun ein beliebtes und gängiges Szenewerkzeug, macht diese Platte hier aber nur noch belangloser. Der Shouter brüllt sich mit einer erstaunlichen Monotonie durch seine verurteilenden Texte und wird nur hier und da durch ein glasklares Emo-Stimmchen abgelöst. Ähnlich abgestumpft klingt das rotierende Schrammeln des Gitarristen und der ebenso geradlinige Trommler. Da kann auch der Basser mit seinen kleinen Zwischenspielen nix mehr reißen. Rare Momente des Aufhorchens, wie der DARKEST HOUR-like Einstieg beim Opener „The Architect“, verpuffen sofort wieder, ohne ansatzweise hängen zu bleiben. Gegen Victory-“Größen“ wie A DAY TO REMEMBER oder EMMURE wird man so definitiv nicht anstinken können.

Szenegänger und Fans von BRING ME THE HORIZON etc. (Victory sagt: für Fans von THE DEVIL WEARS PRADA, UNDEROATH und – warum auch immer – DEFTONES) sollten mal reinhören. Weniger Christen-Hype, Loslösung von den überzelebrierten prophetischen Messages und mehr Augenmerk auf das musikalische Schaffen wären unter Umständen förderlich für den Nachfolger.

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