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BEHEMOTH - At the Arena of Aion – Live Apostasy

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Artist BEHEMOTH
Title At the Arena of Aion – Live Apostasy
Homepage BEHEMOTH
Label REGAIN
Leserbewertung
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„Boah, da geht mir der Mock hoch!“ denkt sich doch jeder, wenn er sich ein schlecht produziertes Live-Album anhört. Null Stimmung, schlechte Performance, Geld- und Zeitverschwendung. Jeder noch so gezwungene Versuch, diese Art Scheibe sich immer wieder anzutun, um sie zu mögen, schlägt fehl. Bei BEHEMOTHs „Live Apostasy“ Album trifft dies so was von gar nicht zu! Was diese vier polnischen Ungeheuer live – neben ihrer enormen Bühnenpräsenz und Show – zu bieten haben, stellen sie eindrucksvoll unter Beweis.

Nach dem stimmigen Intro „Rome 64 E.V“ nimmt das Chaos mit „Slaying The Prophets Ov Isa“ seinen Lauf. Drummer Inferno macht seinem Namen alle Ehre und metzelt gnadenlos ab der ersten Sekunde alles nieder. Die abwechselnden Gitarrensoli von Nergal und Aushilfsklampfer Seth sind live genau so stimmig wie auf dem Album. Basser Orion rundet die Sache entsprechend ab. Die Vocals kommen auf diesem Rundling perfekt zur Geltung und man merkt bei der Einbeziehung des Publikums, dass die Zuschauer nicht minder alles geben als ihre Lieblingsband. Der Grad der Professionalität und Tightness der seit 1991 bestehenden Band ist „erschreckend“. BEHEMOTH sind zu keiner Zeit zimperlich, was sie mit Krachern wie „Antichristian Phenomenon“, „Christgrinding Avenue“ und „Christian To The Lions“ zeigen. Als wären diese ganzen Speed-Salven nicht imposant genug, wird das beispiellose technische Können „ganz bescheiden“ mit dem brutalen Drum Solo einmal mehr demonstriert und raubt einem tatsächlich die Luft, bis die Beanspruchung der menschlichen Leistungsgrenzen mit „Slaves Shall Serve“ weiter geht. Mit „Chant For Ezkaton 2000 E.V“ geht dieses viel zu kurz gestaltete Meisterwerk auch schon zu Ende, aber noch mehr Songs und man müsse aus Überforderung das Zeitliche segnen. Wirkliche Favoriten kann man aus diesem Tonträger wahrlich nicht rauspicken, da dieser auch locker ein „Best Of“ darstellt. Die ungebändigte Energie wird garantiert jeden Metal Fan mitreißen, egal ob die Thematik nun gefällig ist oder nicht.

An dem Sound gibt’s absolut nichts zu meckern. So muss einfach ein Live-Album klingen. Da kommt einem garantiert kein Mock hoch, höchstens Nackenschmerzen vor lauter Dauerbelastung.

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