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BELIEF - No-Place

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Artist BELIEF
Title No-Place
Homepage BELIEF
Label ACCESSION RECORDS
Leserbewertung
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6.7/10 (3 Bewertungen)

Synth Pop hat eine essenzielle Wurzel: DEPECHE MODE. Wer auch immer heute Musik dieser Sparte macht, muss sich im klaren sein, dass DM schon alles zu dem Thema gesagt hat. Alles andere ist Variation. Nichtsdestotrotz versuchen sich immer neue Elektroniker daran, unsere Ohren zu verwöhnen und das ist auch legitim. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist sicher nicht einfach, um Stimmungen geht es, um Gefühle, welche durch die großen Melodiebögen dieser Welt erzeugt werden.

Stefan Möller und Thomas Wehr stammen aus Lübeck, sind Freunde, werden aber 1996 in unterschiedliche Gegenden unseres schönen Heimatlandes getrieben. Quasi als Frustbewältigung wird BELIEF ins Leben gerufen, die anno 2003 ihr Debüt geben. Zeit genug, zu wissen, was zu tun ist, Arrangements reifen zu lassen. Die ersten Klänge machen es klar, diese hier sind noch mehr (alte) DEPECHE MODE als andere, woran das liegt? Möller klingt halt wie Dave Gahan, er kann nichts dafür und kultiviert es stattdessen. Die moderneren Komponenten erinnern an MESH, die selbst nur zeittransferierte DEPECHE MODE sind. Die Opener „Pastlight“ und „The Scared“ treiben, gehen nach vorne los, dann folgen zwei „molligere“ Stücke. Das sind die akustischen Pole dieser Produktion, transferiert in Worte möge man es „Melancholie“ und „Aufbruch“ nennen. „Judas“ ist wahrscheinlich das wütendste Lied, kein Wunder bei dem Namen. Danach klingen sogar moderne ALPHAVILLE durch („Love Station“), das ist schon Dub Synth Pop, die lässigere Variante der Urform.

Ein starkes Debüt, zwar ohne eigenes Gesicht, aber wer braucht die innovativen Schaumschläger, die keine wahren Gefühle erzeugen? Und manch einer mag die Gitarren bei den echten DM ja auch nicht…

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