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BELLANOX MYSTERY - Interstellar Basics

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Artist BELLANOX MYSTERY
Title Interstellar Basics
Homepage BELLANOX MYSTERY
Label DANSE MACABRE
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Verwirrende Lyrics, verworrene Songstrukturen, ein verwirrender und/oder schwer verwirrter Promotext sowie ein verwirrendes Booklet-Design zeichnen den 1. Eindruck des Albums „Interstellar Basics“ der Industrialband BELLANOX MYSTERY aus. Kann man da ein Designkonzept vermuten?!

Musikalisch zwischen klassischem Industrialsound und MARILYN MANSON mit Einflüssen aus Alternative Rock und einigen Electroeinsprängseln garniert, kommt das 10-Track-Album mal wütend, mal flirrend, das eine oder andere Mal aber eben auch verwirrend aus der Anlage. Der Sound funktioniert im Auto und über die Heimanlage, aber entfaltet seine ganze hypnotische und irritierend-schöne Wirkung erst im Dunkeln über Kopfhörer. Es gelingt BELLANOX MYSTERY mit diesem Album, etwas Ungewöhnliches und fast Einzigartiges zu kreieren. Der Sound spaltet allerdings sehr, entweder es zündet schnell beim Hören, oder man empfindet die Stücke nur als wabernde Klangteppiche mit typischen Industrialriffs und Sounds à la MANSON.

Es geht verträumt und düster los mit einem feinen Intro gefolgt von „Dead is Glourious“. Fast wie ein böser Traum. In dieselbe Richtung geht „No Rest For The Wicked“, das klingt wie eine Kollaboration von MM und ATARI TEENAGE RIOT. „Blind You“ hingegen atmet eher düsteren Grunge und klassischen Gothic Rock. Die Titelnummer „Interstallar Basics“ erscheint, als würde Herr Manson Grunge spielen, nach einem großen Becher Absinth… „World Without End“ hingegen bewegt sich musikalisch mehr in Richtung Death Rock mit klassischem Gothic auf Industrialbasis, wild, durcheinander und mit einem schrägen Klangteppich. „Bunny Under Pressure“ hingegen ist eine Mischung aus älteren Sachen von PLACEBO und THE CURE – nur noch dunkler. Dieses Stück besitzt eine einzigartige Melodie, wo der Sänger und Songtextschreiber Simon Salem Mueller seine Stimme voll zur Geltung bringen kann. Bei „World Without End“ zeigt Marco Sven Reinbold sein ganzes Können hinsichlich Arrangements und Instrumentierung. Das Stück klingt wie eine Mischung aus Filmmusik und einem düsteren Traum, aus dem man nicht erwachen möchte. Bei „The Final Curtain“, der uns allen eines Tages fallen wird, zeigt der Produzent, Musiker und Piratenpolitiker Bruno Kramm von Danse Macabre sein ganzes Produktionskönnen – ein feines Stück dunkler Klangkunst: dunkel und geheimnisvoll wie ein Abendspaziergang im Wald in der kalten Dezemberdämmerung. Für mich persönlich das stärkste der 9 Titel! Eingängiger und fast eine Note zu poppig geht das Album mit dem Schlusstrack „Ballistic Child“ zu Ende. Wiederum lassen THE CURE und PLACEBO grüßen und lassen den Hörer zufrieden lauschend zurück.

Wer Industrial mit Gothic- und Elektro-Elementen mag, sollte auf jeden Fall hineinhören. Wer etwas Ungewöhnliches sucht, sollte ebenfalls ein Ohr riskieren. Definitiv wird dieser Sound die Hörerschaft spalten!

1 Kommentar

  1. Thomas Müller sagt:

    Hallo Gemeinde! Ich würde dieses Album jeden empfehlen auch wenn man nicht unbedingt auf diese Musik steht.Höhren diese Songs oft im Auto und es kommt nur geil rüber.Also es muss nicht unbedingt immer der Schlager sein.Wünsche Bellanox Mystery alles gute im neuen Jahr und hoffentlich kommt noch mehr von euch!

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