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BELPHEGOR - Conjuring the Dead

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Artist BELPHEGOR
Title Conjuring the Dead
Homepage BELPHEGOR
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
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Eigentlich sollte das 10. Studioalbum ein Grund zum feiern sein, aber viel eher gilt es bei „Conjuring the Dead“ zu feiern, dass es überhaupt fertig gestellt werden konnte. So litt Bandkopf Helmuth 2011 an einer schweren Krankheit, von der er sich nur langsam erholt hat. Nun ist es geschafft und BELPHEGOR kehren mit voller Wucht zurück!

Schon der der Opener „Gasmask Terror“ zeigt, dass sich über die Zeit mächtig viel Frust angestaut haben muss, denn dieser Track bretzelt erstmal alles derart brachial nieder und vor allem Helmuth klingt besonders in tiefen Stimmlagen brutal wie nie zuvor! Das folgende Titelstück holt dann die so gefährliche Groove-Keule raus, wuchtet sich mit stampfender Doublebass, satten Hackriffs und flirrenden Leads durch den Song. Klassisch-treibende Death/ Thrash-Riffings und frickelige Soli beherrschen dann „In Death“, bei dem wieder mal die besonders fiesen Death-Growls auffallen. „Rex Tremendae Magestatis“ beginnt atmosphärisch mit akustischer Gitarre und steigert sich dann zu einem spannenden, Death/ Black-Monster, das auch vor düster-epischen Passagen im Schlepptempo nicht halt macht. Diese Aura nimmt das mittig platzierte Instrumental „The Eyes“ auf, ein kleines aber feines Interlude. Genug durchgeatmet, „Legions of Destruction“ haut in einem in blackiger Stakkato-Formation den Schädel vom Kopf. Und was könnte besser geeignet sein als dieser Song, um zwei Gast-Shouter mit Namen Glen Benton (DEICIDE) und Attila Csihar (MAYHEM) einzubinden? Drei der infernalischsten Sänger in einem Stück… krass! „Flesh, Bones and Blood“ markiert dann den nächsten angeschwärzten Death-Stampfer, während „Lucifer, Take Her“ mit klirrenden Leads, fiesen Screams und teils sogar deutschen Texten zum Abschluss nochmal so richtig in die Black-Kerbe schlägt!

Eine Auferstehung der wuchtigsten Art bieten BELPHEGOR mit ihrem neuen Album. Dabei bleiben die Ösis einerseits sich selbst vollkommen treu, konnten aber ihre Merkmale sowohl bei der Brutalität, aber auch bei der Eingängigkeit deutlich besser in Szene setzen. Ein Schlüssel dafür dürfte auch die deutlich kernigere und trockenere Produktion von Erik Rutan (HATE ETERNAL, MORBID ANGEL) sein, der den Songs eine etwas räudigere Note verlieh, ohne dass die Transparenz leidet. Stark!

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