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BETONTOD - Wir fangen jetzt erst an

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Artist BETONTOD
Title Wir fangen jetzt erst an
Homepage BETONTOD
Label BETONTOD RECORDS
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Während DIE TOTEN HOSEN im Mai mit „Trink aus, wir müssen gehen“ ihr (voraussichtlich) finales Studioalbum in die Plattenläden gebracht haben, versprechen BETONTOD aus Rheinberg „Wir fangen jetzt erst an“. Die Punk-Kapelle ist auch bereits seit 36 Jahren aktiv und legt mit ihrem jüngsten Baby ihre zwölfte Langrille vor. Freuen darf man sich über weitere stadiontaugliche Mitgrölrefrains von Deutschlands dienstältester Straßenpunk-Hymnenschmiede, aber auch auf ungewöhnlich emotionale Momente.

Einen kleinen Vorgeschmack lieferte bereits die Vorab-Single „All die schönen Menschen“, mit der die Platte auch eröffnet wird. Auf die Ohren gibt es eine ebenso wütende wie mitreißende Abrechnung mit denen, die nie Verantwortung übernehmen und stattdessen andere die Folgen ihrer Entscheidungen tragen lassen. Weiter geht’s mit dem krachenden „Du killst mich“ und der Frage, warum man von manchen Menschen, die einem nicht guttun, einfach nicht loskommt. „Eine letzte Runde“ feiert mit viel Temperament, Gebläse und den MISSEMER TURMSPATZEN die Freundschaft, ehe MC FITTI beim blitzschnellen „Alles für den Content“ mit am Start ist. Bei dieser Nummer befassen sich BETONTOD mit dem Influencer-Wahnsinn, bevor dank „Keep Calm And Carry On“ ein treibender Mutmach-Song auf dem Programm steht und „An deiner Seite“ ruhigere, akustische Töne anschlägt. Auch hier sind wieder die MISSEMER TURMSPATZEN mit von der Partie, eindeutig ein Männerchor der etwas anderen Art, der in Andernach beheimatet ist und seine Ursprünge in einem Männerballett hat. „Das schöne Leben ist vorbei“ prophezeit der Fünfer wenig später mit viel Wumms und „Für dich“ ist ein opulentes Liebeslied von jemandem, der sich wohl für einiges entschuldigen muss, wohingegen der „Weltuntergang“ mit ziemlich viel Optimismus und tanzend begangen wird. Am „Küchentisch“ ist ein gefühlvoller Abschied, für den BETONTOD zwei Gänge zurückschalten, aber natürlich geht es mit „Vielleicht sind wir die Letzten“ wieder in die Vollen und mit ihren „Abwesenheitsnotiz“ hat die Combo einen ganz besonderen Tipp für ihre Fans. Fehlt noch der Titeltrack „Wir fangen jetzt erst an“, der passenderweise ans Ende gesetzt wurde und noch einmal den großen Emotionen freien Lauf lässt.

BETONTOD sind sich mit „Wir fangen jetzt erst an“ treu geblieben und liefern die gewohnt eingängigen Punk-Refrains. Gleichzeitig zeigt sich das Quintett so offen und nahbar wie nie. Von Altersmilde will ich hier nicht sprechen, aber von einem Rückblick auf die Abschiede und Verluste, mit denen auch Oliver Meister (Gesang), Frank Vohwinkel (Gitarre), Mario Schmelz (Gitarre), Adam Krauschy (Bass) und Maik Feldmann (Drums) klarkommen mussten. Gleichzeitig blicken die Jungs nach vorn und stecken immer noch voller Wut, die einfach raus muss. BETONTZOD wissen, dass Zeit kostbar ist und deshalb wird jeder einzelne Moment genutzt!

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