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BETONTOD - Zeig Dich!

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Artist BETONTOD
Title Zeig Dich!
Homepage BETONTOD
Label BETONTOD RECORDS
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Die Geburtsstunde von BETONTOD war irgendwann Anfang der Neunziger im beschaulichen Rheinberg. Auf dem Zettel haben Oliver Meister (Gesang), Frank Vohwinkel (Gitarre & Songwriting), Mario Schmelz (Gitarre), Adam Krosny (Bass) und Maik Feldmann (Drums) knackigen Punkrock und spätestens mit ihrer vierten Studioplatte „GlaubeLiebeHoffnung“ aus 2010 sind sie einem größeren Publikum bekannt. Alle Veröffentlichungen, die im Anschluss kamen, konnten hohe Chart-Positionen erreichen und ich bin mir sicher, dass sich dort auch der dreizehnte Studio-Output „Zeig Dich!“ wiederfinden wird.

„Zeig Dich!“ hat eine ganz besondere Entstehungsgeschichte, denn die Arbeiten an dieser Langrille begannen bereits 2018 und Ende 2019 erschien auch schon die treibende Single „Das Kapital“. Doch dann kam Corona und das Release wurde bis auf weiteres verschoben. Untätig war der Fünfer in der Zwischenzeit allerdings auch nicht. Stattdessen kam 2020 „B-Seiten“ raus – mit Titeln, die es nicht auf vorherige Alben geschafft hatten – und 2021 „Pace per Sempre“ – eine Platte, die einfach nur den Fans die Zeit vertreiben und den rechten Schwurblern allein schon aufgrund des Regenbogen-Covers zuwider sein sollte. Warum nicht einfach die fertige „Zeig Dich!“ veröffentlicht wurde? Sie war der Band schlicht zu schade, sie wollte die neuen Lieder auch live präsentieren können und deshalb kommen sie mit den zwölf Songs erst jetzt ums Eck.

Wobei das wunderbare „Nie mehr St. Pauli ohne dich“ mitsamt fettem Gebläse und Mörder-Hookline vorab das Licht der Streaming-Portale erblickt hat. Gleiches gilt für das temporeiche „Zurück in schwarz“, das eine direkte Referenz an das 2006er „Schwarzes Blut“ ist. Zuletzt wurde „Neonlicht“ ausgekoppelt – eine Verbeugung vor dem einst so verhassten NDW, doch wenn man dann mal vier Jahrzehnte zurückblickt, war doch gar nicht alles so schlecht, schöne Erinnerungen kehren zurück und haben hier ihre musikalische Entsprechung gefunden. Ansonsten machen BETONTOD jedoch keine Gefangenen, gleich der Opener „Brandstifter“ fungiert wie eine massive Punk-Abrissbirne, nicht minder energiegeladen und absolut stadiontauglich (schließlich sind auch die Live-Venues über die Jahre immer größer geworden) präsentieren sich „Wir müssen hier raus“ und „Totenkopf“ – wenn hier nicht der Moshpit brodelt, weiß ich es auch nicht! Eine winzige Prise Ska ist im Rhythmus von „Träumer oder Tagedieb“ zu hören und wenn die Jungs auf die „Barrikaden“ gehen, geschieht dies mit viel Schmackes, jeder Menge Emotionen und einem Refrain, der einfach mitgesungen werden muss. „Tanz im Algorithmus“ erinnert ein wenig an „Tanz den Mussolini“ von DAF und beklagt Gleichschaltung und Gleichgültigkeit, bevor „Diese Liebe“ beweist, dass ein Lovesong auch äußerst knackig geraten kann. Bleibt noch „Mehr als Legende“, das mit emotionalen Klängen auf die letzten 30 Jahre zurückblickt – genauso wie „Zeig Dich!“ nach eigenem Bekunden das Beste aus über 30 Jahren BETONTOD auf einer CD ist. Dem ist nichts hinzuzufügen!

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