Band Filter

BEYOND FEAR - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BEYOND FEAR
Title s/t
Homepage BEYOND FEAR
Label SPV
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

YES!!! Gleich mit der eröffnenden SpeedPower-Granate „Scream Machine“ zeigt uns der Ripper, wie moderner Metal zu klingen hat im Jahre 2006! Fettes Doublebassgetrete bis zum Anschlag, fies wummernder Bass, bratende Gitarren incl. göttlicher Soli und das, wofür ihn Legionen von Metalheads weltweit verehren: sein unvergleichliches Gekreische! JUDAS PRIEST? Lachhaft! Deren letzter Reanimationsversuch verpufft schon nach einer Minute BEYOND FEAR im metallischen Niemandsland gegen diesen Track. Wer die absolut famosen WINTER’S BANE (des Rippers erste Combo) kennt, der weiß, was ihn hier erwartet. Lediglich gereifter und vor allem thrashiger, was gleich mal bei dem fies stampfenden „And…You will Die“ grandios untermauert wird. Und dieser Mann gehört einfach nicht in ein Bandkonzept gezwängt, so geil die jeweiligen Scheiben auch waren. Weder zu PRIEST, noch zu ICED EARTH. Dort kann er sich einfach nicht vollends entfalten. Logische Konsequenz sind somit BEYOND FEAR.

Ein thrashendes Monster wie „Save Me“ kriegen die Priester nie im Leben mehr auf die Reihe, schon gar nicht bringt Halford auch nur annähernd solch geile Ultra-Screams auf die Kette. „The Human Race“ erinnernd ordentlich an BRAINSTORM, nicht nur wegen des melodisch-treibenden und schnellen Beats, sondern auch wegen des mal etwas tiefergelegten Gesangs vom Ripper. Was ne Granate! Eine eindeutige Reminiszenz an die goldenen 80er erwartet uns bei „Coming at You“, vollkommen Retro ohne angestaubt zu klingen – ganz große Kunst! Ganz genau sollte sich Mr. Schaffer mal die großartige Gänsehauthalbballade „Dreams come True“ anhören… sollte der Ripper das nächste Pathos-Geschwurbel von ICED EARTH noch einsingen dürfen. Hat er wohl nicht mehr nötig, denn er wird mit seiner eigenen Combo durchstarten! Mit diesem Album in der Hand kann einfach nichts schief gehen, denn auch im zweiten Teil fängt man kompositorisch nicht im geringsten das Schwächeln an. In „Telling Lies“ kommt man mit großartigen Vocalarrangements daher, auch „I don’t need This“ rollt eher Walzenartig à la PANTERA über den verdutzten Hörer hinweg und Tim zeigt, das er auch im unteren Ton-Bereich glänzen kann. Nicht vergessen sollte man dabei die hervorragende restliche Bande, die sich allesamt aus langjährigen Freunden zusammensetzt, Bassist Dennis Hayes begleitet Tim gar schon seit alten WINTER’S BANE-Zeiten. „Words of Wisdom“ ballert nach lahmem Beginn doch noch ordentlich los, mutet schon wie ein 80er-technical-Thrash-Song an. Die letzten drei Tracks sind dann schwer im achziger-Sound verwurzelt, begeistern aber nicht so vollends, wie der Rest der Scheibe. Obwohl auch dieses vermeintlich schwächere Material die PRIESTer gaaanz alt aussehen lässt.

Mit diesem Debüt ist dem Ripper und seinen Mannen ein gaaanz großer Wurf gelungen, der gehörig Staub aufwirbeln wird! Steht jetzt schon auf einer Stufe mit NEVERMORE, BRAINSTORM und ICED EARTH (zu Barlow-Zeiten) – KAUFEN!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu BEYOND FEAR