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BILL FRISELL - All we are saying…

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Artist BILL FRISELL
Title All we are saying…
Homepage BILL FRISELL
Label SAVOY JAZZ
Leserbewertung
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Nur wenige Wochen nach der „Sign of Life“-CD mit dem 858 QUARTET veröffentlicht der laut Wall Street Journal „einflussreichste und innovativste Jazz-Gitarrist der letzten 25 Jahre“ sozusagen einen Kindheitstraum. BILL FRISELLs neuester Output „All We are Saying…“ enthält 16 Interpretationen von JOHN LENNON/ THE BEATLES-Songs, das Album ist opulente (fast)70 Minuten lang. Als kleiner Junge hörte er THE BEATLES und widmete sich fortan intensiv dem Gitarrenspiel, da war er 13 Jahre alt. Seitdem ist so einige Zeit ins Land gezogen. Er sollte vor einiger Zeit für ein besonderes Event in Paris zu Ehren JOHN LENNONs einige Improvisationen erstellen, im Zuge dessen die Idee für dieses Projekt entstand. Schnell fanden sich mit Jenny Scheinman (Violine), Greg Leisz (Steel & acoustic Guitar), Tony Scherr (Bass) und Kenny Wollesen (Drums) geeignete Mitstreiter, produziert wurde erneut von Lee Townsend in den Fantasy Studios in Berkeley.

Herausgekommen sind rein instrumentale Interpretationen in Jazzform, die mit Blues, Classical, Americana und Weltmusik angereichert werden. Hilfreich bei der Umsetzung war sicherlich die Tatsache, dass alle Musiker mit den Vorlagen aufgewachsen sind und diese sozusagen im Blut haben. Es musste also gar nicht großartig geprobt werden im Vorfeld. Der Meister selbst freut sich wie damals als kleiner Junge und „fühlt sich gesegnet mit dieser Chance, diese Musik mit diesen Menschen spielen zu dürfen“! Dem gefühlvollen Spiel FRISELLs und seiner Band muss man schon ganz genau lauschen, vor allem bei teils sehr reduzierter Instrumentierung. Nur ab und zu wird mal mit etwas mehr Tempo gegroovt, darauf kommt es aber auch nicht an, denn hier steht eher die feinfühlige Interpretation des Chefs im Vordergrund. Und da gibt es reichlich zu entdecken, viele versteckte Kleinigkeiten und Fills lassen einen Klassiker wie „Come Together“ in ganz neuem Licht erstrahlen! Hier wird dann auch mal etwas energischer und fast schon 70er-ProgRock-psychedelisch zu Werke gegangen, was nur zur Abwechslung der Scheibe beiträgt. Ansonsten sollte man vornehmlich den wundervollen Melodien folgen und sich einfach gleiten lassen. Folgt nicht nur den offensichtlichen Hits wie „Hold On“, „Come Together“, „Woman“ oder „Give Peace a Chance“, sondern schwelgt/ träumt/ schwoft oder relaxt auch zu schönen Jazz-Versionen von „Across the Universe“, „Revolution“, „Please,Please Me“, „Julia“ oder dem langen „Mother“.

Das ist alles perfekt intoniert und wird zwar vornehmlich Jazz-Fans begeistern, aber Fans der früheren Pilzköpfe oder Freunde des gepflegten Entspannungssounds sollten sich diese tollen, sehr eigenen Versionen ebenfalls nicht entgehen lassen!

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