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BIOMEKKANIK - Violently Beautiful

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Artist BIOMEKKANIK
Title Violently Beautiful
Label DANSE MACABRE
Leserbewertung
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6.0/10 (1 Bewertungen)

Feinster Synthiepop, treibend, traurig, manisch, hervorragend produziert und dunkel-glänzend kommt in Form von BIOMEKKANIKs „Violently Beautiful“ auf den Markt. 10 Tracks in bester Sound- und Produktionsqualität mit einem Marsch quer durch die Möglichkeiten des Synthiepops plus Industrial-Rock-Einschlag werden uns von Christer Hermoddson dort präsentiert. Nach dem 2009er-Debut-Album „State of Perfection“ erfolgt mit „Violently Beautiful“ ein würdiger Nachfolger. Hermoddson kann auf eine lange Reihe an Kollaborationen und Tätigkeiten als Produzent für/ mit Szenegrößen zurück blicken u.a.: CAT RAPES DOG, MR.KITE, AND ONE und S.P.O.C.K. Textlich kreisen die Stücke um persönliche Befindlichkeiten und um politische Kommentare zum Zustand unserer Welt, welche sich global betrachtet 2014 nicht gerade zum Besseren entwickelt hat…

Der Opener „Monumetal Me“ legt alsbald die Messlatte ordentlich hoch und klingt, als würden COVENANT jetzt Alternative-Rock-Synthiepop spielen. „True Believers“ kommt mit Industrial-Riffs daher und stampft ordentlich aus den Boxen für ein Synthiepop-Werk. Gesanglich kann Christer da sein dunkles Tembre und die sonore tiefe Stimmlage voll ausspielen. Die Melodie bleibt lange im Ohr. „Kamikaze Boy“ hingegen kommt 80er-catchy daher und hat etwas von alten AND ONE. „Long Forgotten Future“ hingegen ist ganz ruhig, dunkel und verträumt, fast wie eine wunderschöne neuere Nummer von COVENANT oder langsame ANGELS&AGONY – mit Sicherheit die schönste Melodie auf dem Album! „White World“ kommt sehr poppig rüber und würde im Radio nicht weiter auffallen, wäre es nicht eine Spur zu alternativ und der Gesang einen Hauch zu dreckig für die Mainstreamhörerschaft. „Melancholy Friend“ hingegen kommt wie klassischer deutscher Synthiepop aus der 1990er aus den Boxen. „Leather And Steal“ will böse und harsch sein, fällt aber etwas aus dem Rahmen und wirkt fast deplatziert im Albumflow. „Democracy“ klingt wie altmodischer Electropop und erinnert an S.P.O.C.K. Das letzte Stück „Dry Dusty Ground“ stellt Christers wunderschöne Stimme in den Mittelpunkt und überzeugt durch traurige Dunkelheit und Melancholie. Alles in Allem ein gelungenes dunkles Werk.

Die vorgenannten Stücke werden aber allesamt durch den Titeltrack „Violently Beautiful“ samt und sonders in den Schatten gestellt. Schon lange habe ich keine so eindringliche und schöne Electromelodie mehr gehört. Wer sein Herz an die dunkle Elektronik verloren hat und dabei auch auf Gitarrenriffs klar kommt, MUSS sich diesen Track anhören, die Lautstärke voll aufdrehen und sich wegträumen – einfach wunderschön!

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