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BIONIC ANGEL - Digital Violence

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Artist BIONIC ANGEL
Title Digital Violence
Homepage BIONIC ANGEL
Label SCHWARZDORN PRODUCTION
Leserbewertung
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6.5/10 (6 Bewertungen)

Hier halte ich nun also das Debütalbum der „Deutsch Amerikanischen Skandalband“ (so heißt es im Promozettel) BIONIC ANGEL in Händen. Die Band wurde im Jahre 2000 von „The Juggernaut“ gegründet und musste zwischendurch immer mal wieder umbesetzt werden, da man aufgrund von provokanten Texten und einer extremen Bühnenshow gerne mal zur Zielscheibe von Presse und diversen politischen und religiösen Gruppierungen wurde. Wartet, war das nicht bei MANSON irgendwie ähnlich?! Vorweisen kann man unter anderem verschiedene Samplerbeiträge und man durfte schon im Vorprogramm von HIM spielen. Das hört sich ja insgesamt erstmal recht interessant an und so war ich gespannt, was mich auf „Digital Violence“ erwarten würde.

Es begegnen uns harte Gitarrenriffs, vereinzelte Elektronikanleihen, männlicher „Gesang“, der manchmal, besonders bei den ersten Stücken, in Richtung Dani Filth geht und an manchen Stellen von einer weiblichen Stimme unterstützt wird. Die Texte sind vorrangig auf Englisch, aber mit „Du mein Gott“ und „Du (Nur Du)“ hat man auch zwei Stücke in deutscher Sprache auf die Platte genommen. Bei der Musik hat man sich fast aller Stile aus den Bereichen des Metals, Pop und Rock bedient und nennt das Ganze dann Art-Rock, unter anderem auch wegen der Bühnenshow die die Musik visuell unterstreichen und erklären soll. Ich nenne das nichts Halbes und nichts Ganzes, fehlt mir doch irgendwie der rote Faden. Das einzig interessante Stück auf „Digital Violence“ ist für mich „Another Day“, da dieses etwas ruhiger und auch recht melodiös daher kommt und somit ganz eingängig ist. Die Texte sind für meinen Geschmack einfach nur albern und weniger provokant als unfreiwillig komisch. Des Weiteren hat man so ziemlich alle Klischees verwurstet (Gott, Suizid, die Hölle etc. pp.), die man nur irgendwie finden konnte, was die Sache nun wirklich nicht besser macht und mich gar befürchten lässt, dass man das tatsächlich ernst meint und sich nicht etwa mit Selbstironie und einem Augenzwinkern betrachtet. Kann ich zumindest nirgendwo erkennen. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Insgesamt möchte ich behaupten, dass „Digital Violence“ wohl eher ein belangloses Album ist, auch wenn man ihm einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen kann. Mich hat es jedenfalls eher kalt gelassen und zu mehr als einem müden Schmunzeln hier und da hat es einfach nicht gereicht.

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