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BLACK LIGHT BURNS - Cover your Heart

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Artist BLACK LIGHT BURNS
Title Cover your Heart
Homepage BLACK LIGHT BURNS
Label EDEL
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Nachdem es mir nicht vergönnt war, Wes Borlands Kapelle beim diesjährigen M’era Luna live zu erleben (für kurze Zeit stand man im Billing), bietet mir nun der neueste Streich der Amis Gelegenheit für einen Erstkontakt. Es ist noch nicht lange her, dass das Debüt „Cruel Melody“ in Europa veröffentlicht wurde, schon legt man eine Mischung aus Cover und Instrumental Album nach. 10 Interpretationen von Künstlern, die Wes als „Hommage to our Heroes“ bezeichnet und welche die Liebe zur Musik und Kunst im allgemeinen ausdrücken sollen. Ein wenig pathetisch mag man es halt in den United States.

Der Auswahl der Originale kann man allerdings durchaus Respekt zollen, hier wurden nicht die üblichen Verdächtigen zum X-ten mal durch den sonischen Reißwolf gedreht. Zu behaupten, ich würde alle kennen, käme blankem Euphemismus gleich. DURAN DURAN („Hungry like the Wolf“) und die SISTERS OF MERCY mit dem wunderbaren „Lucretia My Reflection“ sind da noch mit die Massenkompatibelsten. Um noch ein paar weitere zu nennen: JESUS LIZARD, die SWANS, IGGY AND THE STOOGES oder LOVE AND ROCKETS, die BAUHAUS Nachfolgeband. Das alles wird überwiegend ultrahektisch und aggressiv polternd präsentiert, wie eine Mischung aus alten NINE INCH NAILS und MINISTRY. Verzerrter Gesang, auch mal Breakbeats, musikalische Hyperaktivität fast ohne Verschnaufpause. Wes und Co. geben sich wie Getriebene, die sich durch das selbstgewählte Programm kämpfen wie John Rambo durch die feindlichen Linien. You can die without music or live playing it. Auf jeden Fall sehr unterhaltsam und insbesondere für Industrial Rock/ Metal Anhänger interessant.

Die Instrumentals unterscheiden sich gravierend vom ersten Teil der CD, handelt es sich doch hier um überwiegend ruhige, ja manchmal fast esoterisch wirkende Athmosperic Pieces mit allerlei Elektronikeffekten. Ein weiteres Paralleluniversum von BLACK LIGHT BURNS, das erschlossen werden will aber sicher nicht jedermanns Sache ist. Eine DVD mit dem Titel „The Anvil Pants Odyssey“ rundet die VÖ ab, auf der Musikvideos, eine 90minütige Tourdokumentation und ein Making Of enthalten sind, lag mir aber nicht vor das gute Teil.

BLB geben sich hier ganz und gar nicht Trendanbiedernd, vielmehr begibt man sich auf die sehr löbliche musikalische Mission, fast vergessen geglaubte Kleinode der Öffentlichkeit neu ins Ohr zu legen. Natürlich wird irgendwo auch ein wenig plakativ der eigene Geschmack zur Schau gestellt, doch letztlich geht das Konzept gut auf!

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