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BLACK LIGHT BURNS - Cruel Melody

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Artist BLACK LIGHT BURNS
Title Cruel Melody
Homepage BLACK LIGHT BURNS
Label WOLFPACK RECORDS/ EDEL
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Heiß erwartet sind sie immer – die Alben sogenannter Supergroups. Bereits 2007 in den USA erschienen kommt nun (endlich) das Debütalbum von BLACK LIGHT BURNS zu uns. BLB ist eine dieser Supergroups – besteht die Band doch aus Ex-NIN-Bassist Danny Lohner, dem A PERFECT CIRCLE Drummer Josh Freese und Soundtüftler Josh Eustis. Der bekannteste Name, der die Band komplettiert, dürfte jedoch Wes Borland sein. Ex-Gitarrist und kreative Kraft hinter der Fred-Durst-Egomaschinerie LIMP BIZKIT.

„Cruel Melody“ ist der bezeichnende Titel des Albums, wobei es besser „Cruel/ Melody“ heißen sollte – denn so klar und deutlich ist das Album auch getrennt. Überwiegen zunächst die harten Klänge, wird die Platte mit zunehmender Spieldauer ruhiger, gar melancholischer. So wird das umtriebig punkesk scheppernde „Mesopotamia“ zum Blender. In diesem Album steckt mehr, zum Beispiel das deutlich von NIN-inspirierte Industrialmachwerk „Lie“. Welches mit bombastischem Bassspiel die frequenzstörenden Elektronischen Instrumente bereichert. Im Mittelpunkt… natürlich die Kunst der Protagonisten, besonders beeindruckend Borlands Soloeinlage im obengenannten Titel. Ehrfurchtgebietend aber auch, welche Schneisen der kraftvolle Gesang immer wieder in die gigantomanischen Gitarrenwälle schlägt. Nach und nach stürzen diese ein, den Proletenfuzzrock „Coward“ halten Sie gerade noch aufrecht, beim Titeltrack weichen Sie aber kommerziell angehauchtem Folkgitarrentum. Der Beginn der melodischen Seite des Albums, der Strom wird schwächer, dafür ergießt man seine Pein in nachvollziehbare Hooks und eingängige Refrains. Das hat Pep wie „The Mark“, die schnoddrige Dreckigkeit des ächzenden „One of yours“ oder die gepflegte Langeweile des sphärischen „Iodine Sky“.

Dass hinter „Cruel Melody“ harte Arbeit steckt, merkt man den Titeln an – der aggressive Einstand und die späteren melodischen Facetten bieten Abwechslung aber auch Angriffsfläche. So fehlt dem Album nicht nur eine klare Struktur, auch die Haltbarkeitsdauer der Songs reicht nur selten über zweimaliges Hören hinaus. Da hätten die Protagonisten gerne etwas weiter über den Tellerrand des Metal- und Rockeinflusses blicken können, so wie es ihnen kurzfristig bei „Lie“ oder dem hypnotisch wirkenden „New Hunger“ gelingt. Welche jedoch die einzigen beiden Anspieltipps des Albums bleiben werden…

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