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BLACK LUNG - Ancients

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Artist BLACK LUNG
Title Ancients
Homepage BLACK LUNG
Label NOISOLUTION
Veröffentlichung ..
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Gestern Abend bin ich versehentlich in ein ROLAND-KAISER-Konzert geraten, das im Ersten ausgestrahlt wurden. Das Publikum war fast ausschließlich weiblich. Das wird BLACK LUNG aus Baltimore, Maryland wohl nie passieren, denn dieser tiefergestimmte Doom-Metal-Sound scheint eher etwas für männliche Ohren zu sein. Als Frau kann ich nur darüber rätseln, woran das liegt, denn mich nehmen bereits die ersten, beschwörenden Gitarrenriffs auf „Ancients“, dem dritten Album der beiden THE-FLYING-EYES-Musiker Adam Bufano (Gitarre) und Elias Schutzmann (Drums), die von Dave Cavalier am zweiten Sechssaiter und Mikro unterstützt werden, gefangen.

So schürt der kraftvolle Opener „Mother of The Sun“ eine Vorfreude, die mit dem nachfolgenden Titeltrack „Ancients“ variantenreich bestätigt wird. Dunkel und mächtig bollern Langäxte und Schlagzeug aus den Boxen, begleitet von Daves eindringlichem Gesang, der auch im Anschluss beim temperamentvollen „The Seeker“ seine Wirkung nicht verfehlt. Derweil lässt das bluesige „Voices“ an klassische BLACK-SABBATH-Riffs denken, während das treibende „Gone“ mitsamt Orgel-Beigabe in Richtung Space-Rock unterwegs ist. Mit dem leicht schwurbeligen „Badlands“ mäandert das Trio erneut in düsteren Doom-Gefilden, wohingegen das in Teilen entschleunigte „Vutures“ lieblicher daherkommt und das finale „Dead Man Blues“ seinem Namen alle Ehre macht. Es scheppert ordentlich im Unterholz und kracht gefährlich im Gebälk. Was eher gemächlich beginnt, nimmt mit psychedelischen Nuancen Fahrt auf und sorgt beim Hörer für ein breites Grinsen und einen gelungenen Abschluss der Platte.

Nach dem selbstbetitelten 2014er Debüt und dem Nachfolger „See The Enemy“ aus 2016 beweisen BLACK LUNG spätestens mit ihrem dritten Streich „Ancients“, dass mit ihnen rechnen ist. Nicht zuletzt durch die Auflösung von THE FLYING EYES setzen Adam und Elias möglicherweise auch eine höhere Priorität auf BLACK LUNG, wenngleich die acht Songs bereits über einen Zeitraum von zwei Jahren entstanden sind. Zuvor war das Songwriting auf deutlich kürzere Zeiträume reduziert, aber inzwischen gibt es ja auch sogar einen Bass im musikalischen Universum der Band. Eingespielt wurde dieser vom Produzenten J. Robbins, der seines Zeichens Sänger und Gitarrist der legendären Post-Punk-Kapelle JAWBOX war und bereits Combos wie CLUTCH, JETS TO BRAZIL, AGAINST ME und JAWBREAKER im Studio geformt hat. Ab Ende März ist der Dreier auch in unseren Gefilden auf Release-Tour – nicht verpassen!

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