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BLACK MESSIAH - Of Myths and Legends

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BLACK MESSIAH
Title Of Myths and Legends
Homepage BLACK MESSIAH
Label AFM RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.3/10 (6 Bewertungen)

Wenn man sich die Geschichte von BLACK MESSIAH anschaut, bezweifelt man schon mal, dass es sich um eine Band im eigentlichen Sinne handelt. Stetige Line Up Wechsel bis zu dem Punkt, dass nur noch Zagan übrig blieb, bestimmen die Vergangenheit der Band. Genauso bestimmend wie diese Wechsel ist auch der Stilbruch, den man begangen hat. Von einstmals urtümlichem Black Metal zu Ehren alter Heroen wie POSSESSED oder BATHORY hin zum gemäßigteren Pagan Metal, der nun gänzlich auf antichristliche Themen verzichtet. Da kann ich nur sagen: Abwechslung ist gut!

Und unter diesem Leitspruch steht wohl auch „Of Myths And Legends“. Hier tummeln sich muntere, harsche Songs über Vikinger oder heidnische Denkmäler und vereinen sich mit Saufliedern, die Nachts am Lagerfeuer gegrölt werden können. Mit „In Remembrance“ bietet man einen orchestral anmutenden Opener, der wohl die Ruhe vor dem Sturm repräsentiert, denn mit dem nun folgenden Namensgeber der Platte wird gleich das volle Brett ausgepackt. Zagan schreit und kreischt voller Inbrunst seinen Text und wird metallisch hart begleitet. Die nun folgenden Songs halten dieses musikalische Niveau. „Irminsul“ überrascht mit tollem Spiel an der Violine, „Father of War“ kann durch den Einsatz von Mandolinen überzeugen, und „Erik, der Rote“ überrascht mit einer gelungenen Mischung aus opulenter Klassik sowie harten, schnellen Metal-Attacken. So gesehen herrscht über die ganze Veröffentlichung hinweg ein flotter Pagan Sound, der immer zu überzeugen weiß. Doch wie heißt es so schön – wo Licht ist, ist Schatten, denn mit dem „Sauflied“ kommt ein Stück, welches mir etwas quer im Ohr hängen blieb. Man kann mich jetzt als kleinlich bezeichnen, aber ich finde die Ähnlichkeit zu RIGERs „Auf die Ahnen“ oder sogar zu „Auf gute Freunde“ von den BÖHSEN ONKELZ zu deutlich. Inhaltlich hat man sich da sehr am Schlachtengesang RIGERs bedient und den Refrain bei BO angelehnt. Ebenso finde ich „Moskau“ auffällig. Klar, das Stück ist bei weitem nicht so direkt und fies gemacht wie sein Namensvetter von RAMMSTEIN, jedoch finde die dargelegten Gegensätze der Stadt und den ähnlich angelegten Bezug auf die Schönheit/ Hässlichkeit leicht auffällig. Doch wie gesagt – man darf mich hier gern kleinlich nennen. Abgesehen davon ist dieser Titel aber ein Highlight der Veröffentlichung. Klanglich kann man bei „Of Myths And Legends“ auch nichts aussetzen. Die Stimme ist immer klar und trotz des genretypischen Gesangs deutlich zu verstehen und die Instrumentalisierung kommt auch präzise und druckvoll aus den Boxen.

Es ist definitiv ein gutes Stück Musik, was Zagan und seine Mannen hier abliefern. Leider sticht es für mich nur bedingt aus der Masse der Veröffentlichungen heraus. Einige Ideen und Stücke fallen definitiv auf, andere wiederum versinken in ihrer eigenen hämmernden Eintönigkeit. So ist dieses Werk mit Sicherheit eine Hörprobe wert und wird auch seine Anhänger finden – mich hat es allerdings nicht voll überzeugt. Fans Zargans werden aber mit Sicherheit KEINEN Fehler machen!

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