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BLACK WREATH - A Pyre of lost Dreams

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Artist BLACK WREATH
Title A Pyre of lost Dreams
Homepage BLACK WREATH
Label HEAD NOT FOUND/ VME
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Kim Larsen (OF THE WAND AND THE MOON, ex-SATURNUS), Peter Mesnickow (BLAZING ETERNITY) und Dave Müller (ex-WHELM) – alles Namen, die für Qualität bürgen, geht es um tiefgehende, kraftvolle und emotionale Musik.

Und auch wenn BLACK WREATH eindeutig dem Funeral Doom zuzuordnen sind, klingen die 4 Songs, von denen drei immerhin locker 15min. andauern, zwar unheimlich düster, aber nicht so tiefschwarz und hoffnungslos, wie viele andere Alben dieser Schublade. Schon der Opener überrascht durch ein – für diese Musik – recht flottes Einstiegstempo und brilliert durch eine packende Melodie, die eindringlichen, mal flüsternden mal growlenden Vocals und die druckvoll stampfenden Drums. Packend! Nach fünf Minuten wird dann das Tempo gedrosselt, die Sounds werden getragener, epischer und die Atmosphäre schwärzer. Großes Kino! In dieser Schwärze entsteht dann das folgende „Nocturnal Dominion“, welches nur durch kalten Minimalismus bewegt wird… ultra-langsamer Rhythmus, schwebende Klänge, schwellende Riffs… kein verwischen durch zuviel epische Zutaten, keine träumerischen Melodien… und aus den Tiefen der Dunkelheit klingen die verzweifelten Growls. Das hallende Glockengeläut und die sich nach und nach einschleichenden Klänge verstärken noch die Atmosphäre des unvermeidlichen Endes. Und wenn es vollbracht ist, was kommt dann? Dies versucht „Solitude Rising (Missing all Exits)“ zu beschreiben. Denn nun gibt es kein Zurück mehr, keinen Ausweg. Und doch wecken die aufstrebenden Riffs und die sich steigernden Drums eine gewisse Hoffnung und Neugier auf eine neue Welt. Diese ist allerdings nicht hell, schön und bunt…, was einen die weiterhin sehr starken und düsteren Growls klar machen. Aber die Atmosphäre des Songs weckt eine neue Herausforderung, eine neue Selbstfindung in einer anderen Dimension. Wie die Reise weiter geht, bleibt offen, denn zum Ende der 14 Min. driften die Riffs ins Schräge ab und verklären den Blick in diese andere, so schwarze Welt. Das abschließene „Nidstöng“ wirkt dann eher wie ein leises, mit fast 8Min. überlanges Outro, bei dem man glatt eine Art Abspann könnte laufen lassen. Passt nicht so ganz zu den anderen drei Titeln, die mit dem ergreifenden „Solitude Rising (Missing all Exits)“ an sich schon einen angemessenen Ausklang gefunden haben.

So starten die drei Düster-Mucker ein neues, vielversprechendes Projekt, dass mit „A Pyre of lost Dreams“ schon großartige Doom-Kunst bietet und das Gefühl hinterlässt, das dies noch lange nicht alles ist!

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