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BLACKFIELD - Blackfield Live in New York City (DVD)

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Artist BLACKFIELD
Title Blackfield Live in New York City (DVD)
Homepage BLACKFIELD
Label SNAPPER MUSIC
Leserbewertung
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7.0/10 (3 Bewertungen)

„If I can make it there, I make it anywhere!” kann sich Steve Wilson nicht wirklich gesagt haben, als er mit seinem israelischen Konterpart die Entscheidung fällte, den DVD-Shoot zur aktuellen Blackfield II im „Bowery Ballroom“ in NYC stattfinden zu lassen. Auch in den Staaten hat Wilson, dank seiner Hauptband PORCUPINE TREE eine kleine, aber dennoch feine Fangemeinde. Es wäre allerdings vermessen zu behaupten, dass BLACKFIELD einfach nur eine Randerscheinung des Wilsonschen Kreativschubs ist. Dafür zeigen sich viel zu sehr die Autorenqualitäten des Aviv Geffen auf beiden BLACKFIELD Alben, wo man doch meint, den Song genau zuordnen zu können, sollte man lieber noch einmal zuhören, schließlich arbeitete Geffen schon mit ELBOW oder BELLE AND SEBASTIAN zusammen. Mit Wilson scheint sich die ProgPop Version von SIMON UND GARFUNKEL gefunden zu haben und somit ist Open Mind Capital City New York the Place to be.

Die große Show ist nun wirklich nicht das Ding des Herrn Wilson, der zu Beginn des Konzerts seine Gitarre einstöpselt und unter tosendem Applaus, des vielleicht 300 bis 400 Mann fassenden Klubs und dem Gewummere der Drums die ersten Töne zu „Once“ intoniert (wie immer barfuss), zu dessen Vorspiel auch sein Band Kollege die Bühne betritt. Sobald allerdings der erste Song, der erste Chorus aufgebaut ist, steht eins fest: Hier ist eine Ausnahme-Formation am Werk. Der Schlagzeuger fokussiert jeden Schlag, er ist der Motor, an den sich Bass und der Rest der Musiker lehnen. Ob nun leise Percussion oder fetter Tom Beat, die Groove Wand steht. Die Keys, wenn nicht von Geffen oder Wilson bedient, sind immer da, wenn gebraucht, aber nie zu vordergründig und oft fast zärtlich im Hintergrund. Geffen ist die Mutti auf der Bühne. Nett mit Glitzer-Make Up füllt er den Gitarrensound auf, ist die zweite oder erste Stimme, um am Ende des Konzerts, Freddy sei dank, mit nacktem Oberkörper da zu stehen. Was zugegebener Maßen unfreiwillig komisch wirkt, trotzdem ins Gesamtkonzept passt, denn einer muss als Visual Fashion Victim herhalten, wenn man neben Wilson bestehen will, sonst kann man sich gleich unsichtbar machen oder ein Live ALBUM veröffentlichen. Irgendwie ist das auch die Tragik dieser DVD. Man ist immer geneigt, die Augen zu schließen und sich von den Klängen in fremde Welten entführen zu lassen. Fast das komplette Gesamtwerk BLACKFIELDs wird schließlich geboten. Herausragend der Opener „Once“, der kleine Hit „ Where is my love“, “The End of the world” oder auch “Open Mind”, zu dem Wilson sogar in einer längere Ansage bereitwillig über die Entstehung des ersten BLACKFIELD Songs Auskunft gibt. Diese Truppe ist Toleranz und Freundschaft, das wird klar.

Fazit muss bei dieser DVD sein, dass man sich im Nachhinein schwarz ärgert. nicht auf der letzt- bzw. diesjährigen Tour gewesen zu sein. Eine Fotogalerie und die bisher erschienenen Videos spenden da nur wenig Trost. Einzig und allein der Coversong „Thank You“ von ALANIS MORISSETTE geht so gar nicht, aber da kann man sich ja ein Bier holen können, oder man skipt weiter, denn diese DVD MUSS gekauft werden.

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