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BLACKFIELD - Welcome To My DNA

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Artist BLACKFIELD
Title Welcome To My DNA
Homepage BLACKFIELD
Label KSCOPE
Leserbewertung
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7.9/10 (18 Bewertungen)

BLACKFIELD ist seit 2001 das gemeinsame Baby von PORCUPINE-TREE-Mastermind Steven Wilson und dem israelischen Musiker Aviv Geffen. 2004 und 2007 veröffentlichten die beiden zwei Alben mit dem schlichten Namen „Blackfield“ bzw. „Blackfield II“. Außerdem gab es vor vier Jahren noch eine Live-DVD, die 2009 mit einer Bonus-CD erneut erschien. Jetzt haben die beiden musikalischen Tausendsassas wieder gemeinsame Sache gemacht und bringen ihren dritten Streich „Welcome To My DNA“ in die Plattenläden.

Der Umstand, dass es kein „Blackfield III“ geworden ist, lässt schon vermuten, dass wir es nicht einfach nur eine Fortsetzung der bisherigen Platten zu tun haben, wenngleich es bei den beiden Freunden gewohnt melancholisch zur Sache geht. Der Prog-Rock-Einschlag, den Wilson von PORCUPINE TREE mitbringt, kommt dabei nur vereinzelt zum Vorschein, etwa bei „Go To Hell“, das zudem etwas mehr Tempo mitbringt. Im Wesentlichen bleibt „Welcome To My DNA“ nämlich sehr getragen und wirkt manchmal eher poppig als rockig. So gehört bei der Pianonummer „Rising of The Tide“, der das gitarrendominierte „Waving“ folgt. Hier und da sind auch Streicher mit von der Partie, die das Ganze für meinen Geschmack allerdings zu sehr weichspülen. Insgesamt präsentieren BLACKFIELD mit ihrem neuesten Album einen Haufen Songs, die alle perfekt gemacht sind – für mein Empfinden zu perfekt, denn mir fehlen eindeutig die Ecken und Kanten. Die Musik plätschert herzallerliebst vor sich hin, was in letzter Konsequenz zumindest auf mich ein bisschen einschläfernd wirkt. Glücklicherweise lassen es die beiden Kumpels bei „Blood“ mal ein bisschen krachen, danach geht’s aber auch gleich mit sehnsuchtsvollen Klängen und viel Pathos wie bei „On The Plane“ weiter. „Oxygen“ wäre toll, wenn es ein ruhiger Titel unter knackigen Nummern wäre, aber in der Aneinanderreihung von sicherlich sehr sensiblen und ausdrucksstarken Liedern fühle ich mich irgendwann gelangweilt.

Mag sein, dass ich auch einfach noch nicht alt genug bin für diese Art von Musik. Mir fehlt es jedoch bei „Welcome To My DNA“ schlicht und ergreifend an Schmackes und vielleicht am nötigen Zugang, aber diese Veröffentlichung ist nicht mein Highlight des Jahres.

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