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BLACKMORE’S NIGHT - A Knight In York

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Artist BLACKMORE’S NIGHT
Title A Knight In York
Homepage BLACKMORE’S NIGHT
Label SONY MUSIC
Leserbewertung
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9.3/10 (4 Bewertungen)

Ritchie Blackmore (Ex-DEEP PURPLE) und seine Partnerin CANDICE NIGHT (beide eben bekannt als BLACKMORES’s NIGHT) haben ein Live-Album mit dem doppeldeutigen Namen „A Knight In York“ auf den Markt gebracht. Die Aufnahmen wurden in der mittelalterlich anmutenden Stadt York gemacht und dürften dem entsprechen, was die Gruppe momentan auch in Deutschland in die Konzerthallen bringt. Auf ein kräftiges Feuerwerk langanhaltender Melodien sollte man sich einstellen, viele Tracks überschreiten die 6-Minuten-Marke.

Der Opener ist der rasante Tanztitel „Locked Within The Crystal Ball“ aus dem Album „Secret Voyage“, mit dem der Zuhörer wahrlich gefangen wird in schnellen, schwingenden Rhythmen. Unverkennbar die Gitarre von Blackmore, die von den Drums getrieben und mit den mittelalterlichen Dudelsackklängen garniert wird. Mit „Gilded Cage“ wird man entführt in die verträumten Gefilde sanfter Melodien. „The Circle“ wiederum ist ein abwechslungsreicher Track, der großes Orchester einsetzt. Monotoner, kräftiger Takt, der das Lied dennoch sanft wirken lässt. Garniert von einem langen Gitarrensolo. Mit gleicher Stärke stampft „Journeyman“ in die Ohren. Danach gibt’s eine Pause mit dem sanften „World Of Stone“, das dominiert wird von Candices kraftvoller Stimme. Dabei wird sie begleitet von der Trommel und eine Geige säuselt dazu. Bis zur kräftigen Explosion aller Instrumente. Bei „The Peasant’s Promise“ schlägt Blackmore dann die Laute an, der Song beginnt sanft, um nach einer Minute Fahrt aufzunehmen und nach zwei Minuten mit voller Wucht auf das Tanzbein durchzuschlagen. Mit Schwung geht es bei „Toast To Tomorrow“ weiter. Ein Lied, das nicht zuletzt durch die Geige an osteuropäische Klezmerklänge erinnert. „Fires At Midnight“ gibt anschließend nicht klein bei. Zwar beginnt es leise, verzaubert mit keltischen Mystery-Tönen die Gedankenwelt des Hörers und prescht dann mit vollem, mittelalterlichem Instrumentarium, mit Schalmeien, Dudelsack, Hurdygurdy und Geige, in die Köpfe. Bis sich das Feuerwerk wieder beruhigt und die Gitarre und Mandoline die Gemüter bezirzen. Erst zum Abschluss bekommen die Trommeln und die kräftige Stimme der Frontfrau wieder die Oberhand. „Barbara Allen“ wird über die erste Hälfte von der sanften Stimme vorgetragen, bis dann die übrigen Bandmitglieder einstimmen und begleiten. Mit „Es war einmal …” beginnt das verträumte „Darkness“ aus dem Album “Autumn Sky”. Der instrumentale „Dance Of The Darkness“ wird sodann mit Trommeln eingeleitet und von einem anderen Takt bestimmt. Mit „Dandelion Wine“ sind wieder alle Wege zum Träumen offen, was einem bei der Stimme nicht schwer fällt. „All The Fun Of The Fayre“ voller Tempo bringt wieder Schwung in die Sache und schlägt zwischendurch orientalische Töne an. Zum Abschluss des Konzerts und Albums gibt es dann in einer besonders sanften Interpretation den BEE GEES-Song „First Of May”.

Ein bunter Strauß (14 Tracks) voll rockiger Tanzmusik in mittelalterlichem Gewand, hin und wieder mit sanften Balladen gespickt, definitiv immer mit Gitarrensoli versehen. Zu Recht finden die Konzerte dieser Musiker in Opernhäusern und Konzerthallen statt. Hörgenuss vom Feinsten.

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