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BLACKMORE’S NIGHT - Dancer and the Moon

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Artist BLACKMORE’S NIGHT
Title Dancer and the Moon
Homepage BLACKMORE’S NIGHT
Label FRONTIERS RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Die Produktivität von BLACKMORE’S NIGHT kennt keine Grenzen. Vor wenigen Monaten hielt ich erst „The Beginning“ in den Händen. Nun klingen mir erneut frische Gitarrensoli in den Ohren. Nunmehr bei Frontiers Records beheimatet erscheint ein Werk mit dem romantischen Namen „Dancers and the Moon“. Nicht ohne Grund, schließlich steht im Juli die Deutschland-Tour 2013 an.

Eröffnet wird mit “I Think It’s Going To Rain Today”, einem eher sanften Lied mit einem wunderschönen Gitarrenpart, bei dem Ritchie seine Finger nur so zwischen den Saiten springen lässt. Ursprünglich wurde dieser Song von BETTE MIDLER in dem Film „Freundinnen“ gesungen. Bei dem stampfenden Tanzlied „Troika“ bringt uns CANDICE NIGHT mit ihrer starken Stimme in das Reich des russischen Bären. Gleich danach geht es mit sanften Vocals und Lautenklängen in ruhigere Gefilde. In einer mittelalterlich romantischen Version wird alsbald „Lady In Black“ von der Rockformation URIAH HEEP gecovert. Kraftvoll wie das Original dröhnen die Bässe, die zwischendurch mit Gitarrenspritzern verziert werden. Doch allein der Refrain strebt unaufhaltsam vorwärts wie eine Dampflokomotive, deren Näherkommen durch das Einsetzen eines Instruments nach dem anderen bis zur Explosion im Kopf führt. Für mich ganz klar der stärkste Titel auf dem Album. Anschließend können sich die Gemüter bei dem durch die Laute dominierten Instrumental-Klassiker „Minstrells In The Hall“ beruhigen… An alte Zeiten – weniger des Mittelalters, als die der Formation DEEP PURPLE – erinnert „The Temple Of The King“. Gitarrensoli stimmen ein und übernehmen zwischendurch die Führung, ganz so, wie es sich für eine Rockballade mit ihren Riffs gehört, die von RITCHIE BLACKMORE und RONNIE DIO geschrieben wurde und am Ende ganz sanft ausklingt. Taktvoll mittelalterlich geht es mit dem Titeltrack weiter. „Galliard“ wiederum ist ein Instrumentalstück für die Laute, welches zu einem monumentalen Orchesterstück anwächst und nicht die großen Instrumente scheut. Bei „The Ashgrove“ – einem keltischen Volkslied aus Wales – und „Somewhere Over The Sea (The Moon Is Shining)“ bezaubert Candice mit ihrer sanften Stimme. Wobei Letztgenanntes eine anders arrangierte Variante des eher rockigen, einem tschechischen Volkslied entstammenden „The Moon Is Shining (Somewhere Over The Sea)“ ist, das mit hohem Tempo und singender Gitarre präsentiert wird. „The Spinner´s Tale“ ist angelehnt an “Lament”, welches seinerzeit von Richard III. geschaffen wurde. Ritchie arrangierte und Candice schrieb einen neuen Text für das alte Lied, bei welchem die Flöte zum Träumen einlädt. Das Instrumental „Carry On … Jon“ entstand während eines Sturms, bei welchem Ritchie das Haus nicht verlassen konnte. Die Melancholie dieses Liedes erschien ihm passend, um dem alten Weggefährten JON LORD (verstorben 16. Juli 2012) „Lebewohl“ zu sagen und einen Orgel-Part hineinzubringen, wie der ihn gemocht hätte.

Es mag daran liegen, dass viele Songs dieses Albums, obwohl sie alle mittelalterlich arrangiert sind, an die alten Zeiten von Rocklegenden der 1960/1970er Jahre erinnern, aber für mich ist es das beste Album von BLACKMORE’S NIGHT. Beide, Candice als auch Ritchie, tragen mit ihren Gefühlen zum Erfolg bei und sie stellen ihr Können und ihre Virtuosität erneut auf den Prüfstand. Aber da muss man nicht lange prüfen, um zu einem positiven Ergebnis zu kommen. Eindeutig „Pro“!

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