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BLACKMORE’S NIGHT - Secret Voyage

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Artist BLACKMORE’S NIGHT
Title Secret Voyage
Homepage BLACKMORE’S NIGHT
Label SPV/ STEAMHAMMER
Leserbewertung
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8.6/10 (9 Bewertungen)

Wenn der Himmel graut, die Sonne „Leb Wohl“ sagt und die Welt unterzugehen scheint, dann kommt auf einmal eine kleine Stimme aus den Wolken. Sie singt von Liebe, von vergangenen Zeiten und der Hoffnung auf eine goldene Zukunft. Man kommt einfach nicht vorbei, ihr jedes Wort zu glauben. Zu süß schmeicheln sich die zarten Melodien in die Hirnzellen. Das Herz erweicht, große Gefühle werden offenbart und zaubern ein Lächeln auf die Lippen. Auch das neueste Album aus dem Hause BLACKMORE’S NIGHT gehört zu diesen Wunderwerken. Erneut werden sich die Geister scheiden. Für die einen das kitschigste, was der ehemalige DEEP PURPLE Gitarrist je produziert hat, für die anderen die süßeste Versuchung seit der Erfindung der Schokolade. Mit dem soften Intro „God Save The Geg“ startet das Abenteuer. Doch als man in fremde Welten tauchen möchte, grollt die Box und Orgeln lassen die herbei geflogenen Vögel Reißaus nehmen. Bei „Locked Within The Crystal Ball“ haben sich alle wieder lieb und tanzen acht Minuten lang über Wolken, Berge und Planeten. Das Blackmore’sche Universum öffnet seine Pforten und brilliert mit wunderschönen Gitarrensoli, Candices betörender Stimme und der Garantie für Gänsehautstimmung. Langsam und verträumt beginnt „Gilded Cage“. Die Tanzbeine dürfen für ein paar Minuten im grünen Gras Platz nehmen, bevor sie beim folgenden „Toast To Tomorrow“ Höchstleistung zu erbringen haben. Und so reihen sich gefühlvolle Balladen an muntere Midtempo-Tracks und lassen die 50 Minuten wie im Fluge vergehen. Mit „Can’t Help Falling in Love“ befindet sich erneut eine Coverversion auf dem Album. Ob der gute Elvis dazu die Hüften geschwungen hätte, ist jedoch zweifelhaft. Zwar wird das Tempo ein gutes Stück nach oben gedreht, aber richtig charmant kommt das Stück nicht um die Ecke. Schuster bleib bei deinen Leisten bzw. Ritchie bei deiner Musik. Denn was die beiden aus dem RAINBOW-Klassiker „Rainbow Eyes“ gezaubert haben, ist ungleich faszinierender.

So kommen wir zum Fazit, dass eigentlich alles beim Alten geblieben ist. Nur wenn man ganz genau hinhört, kann man ein Mehr an traditionellen Melodien erspähen. Im Gegenzug erlebt der Hörer eine Vielzahl an wunderschönen Gitarrensoli, die so unnachahmlich nach Ritchie Blackmore klingen, dass selbst alte RAINBOW und DEEP PURPLE Fans ein Ohr riskieren sollten. Einziges Manko ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung. „Secret Voyage“ gehört in den Herbst oder in den Frühling. Im oberflächlichen Sommer führt die Reise eher zum Baggersee als zu den Geheimnissen dieses bezaubernden Duos.

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