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BLACKWINDS - Flesh Inferno

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Artist BLACKWINDS
Title Flesh Inferno
Homepage BLACKWINDS
Label REGAIN RECORDS
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Wenn Black Metaller ein Nebenprojekt starten, orientiert es sich meist in eine musikalisch andere Richtung, halt ein Stil, den man in seiner eigentlichen Formation nicht ausleben kann. Anders bei BLACKWINDS, wo sich Lord Mysteriis von SETHERIAL ausgetobt hat, als in seiner Hauptband gerade mal nicht so viel nach vorne ging. Und auch jetzt, wo SETHERIAL wieder auf dem aufsteigenden Ast sind, hält Mysteriis dennoch an seinem Black Metal-Nebenprojekt fest und holt zudem noch seinen langjährigen Gefährten Lord Kraath mit ins Boot, der bei den schwedischen Schwarzkittel-Veteranen schon länger nicht mehr die Vocals übernimmt und sich bei BLACKWINDS in dieser Disziplin endlich wieder voll ausleben darf.

Und dies nutzt der geschminkte Glatzkopf auch in vollen Zügen aus. Man hat schon lange keine so vielseitige Gesangsperformance mehr im Black Metal-Bereich gehört. Klassisches Gekeife, Krächze, Growlen, Leiden und „Drohen“: Lord Kraath beherrscht alle bösen Gesangsstile perfekt. Musikalisch geht man zudem vielseitiger als bei SETHERIAL zu Werke, schafft es allerdings dabei nicht, die Intensität und den Druck der Hauptband aufzubauen. Dafür versuchen BLACKWINDS auf „Flesh Inferno“ verstärkt mit Atmosphäre zu arbeiten. Da werden zwischen den beinharten Knüppelpassagen auch gerne mal getragene Parts mit Keyboard-Untermalung oder mittelalterlichen Sounds eingeschoben. Auch die kalten, kreischenden Lead-Melodien wissen zu gefallen und erzeugen eine schön frostige Aura. Dies kann allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass „Flesh Inferno“ ganz einfach der richtige Wumms fehlt. Die Drums wuchten überhaupt nicht, besonders die getriggerte Bass hört man zwar klickern, drückt allerdings überhaupt nicht. Ebenso kommt die Gitarre viel zu dünn daher und verliert besonders beim Einsetzen eines Solos fast völlig an Durchsetzungskraft.

So muss man bei allen ordentlichen Ansätzen von BLACKWINDS eines ganz klar konstatieren: Bei routinierten und etablierten Black Metal-Musikern, die schon seit Jahren im Geschäft sind und mit SETHERIAL einen mehr als guten Namen führen, muss man einfach mehr erwarten dürfen!

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