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BLEED THE SKY - Murder the dance

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Artist BLEED THE SKY
Title Murder the dance
Homepage BLEED THE SKY
Label MASSACRE RECORDS
Leserbewertung
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6.7/10 (7 Bewertungen)

„California here we come – Right back where we started from. California! – Here we cooooooome!“ – Zugegeben, in drei Jahren kann viel passieren – aber soweit, dass BLEED THE SKY nun auf den Pfaden von PHANTOM PLANET wandern, ist es dann doch noch nicht gekommen. Mehr noch, man wendete sich sogar von jener besungenen, nun Ex-Heimat „Orange County“ ab und wanderte nach „Oklahoma City“. Dies blieb aber nicht die einzige Änderung seit ihrem doch recht hoch gelobten Debüt „Paradigm in Entropy“ und so wurde aus dem Sextett ein Quintett, von dem wiederum nur noch Sänger Noah Robinson und Schlagzeuger Austin D’Amont an die „Original-“Besetzung erinnern.

Durch den Verzicht auf Samples und die frischen Einflüsse der neuen Mitglieder haben BLEED THE SKY sich nun weiterentwickelt und in kleinen Schritten vom Metalcore in Richtung Death Metal entwickelt, ohne jedoch auf bekannte Merkmale zu verzichten. So shoutet sich Noah wie gewohnt die Lunge aus dem Hals, nur tut er dies fast noch brutaler und verachtender als auf dem Vorgängeralbum. Stimmlich hat der Gute nochmal ein wenig zugelegt, wobei seine Stärken weiterhin in eher der aggressiven als in der klaren Gesangsart liegen. Mit dem neuen Trio an den Saiteninstrumenten geht es soundtechnisch etwas schleppender und düsterer voran: Gitarrenleads treten etwas mehr in den Hintergrund, zugunsten einer gezügelteren Klangmischung, die den Fünfer wesentlich reifer erscheinen lässt und ihm nicht unbedingt schlecht zu Gesicht steht. Allerdings ist die Gestaltung der Songs oftmals ziemlich unspektakulär. Dem Hörer bieten sich eine schlichte Mischung aus Todesmörtel und einigen Core-Einflüssen in eher gemäßigtem Tempo. Der Gesang variiert dabei zwischen fiesem Gekreische, kehligen Shouts und tiefem Growling, aber auch Cleangesang oder Ausflüge in melancholische Gefilde des Rocks sind vorhanden, wenn auch in eher untergeordneten Rollen. Das ganze lässt sich ziemlich gut hören, animiert aber weniger zu körperlicher Bewegung als „Paradigm in Entropy“ und man nähert sich im Vergleich dem Genre Metal wieder ein wenig an. Der Opener „Knife Fight In A Phone Booth“ mit seinem stimmungsvoll-gesungenen Chorus, das unerbittlich wütende „Bastion“ und das rockig angehauchte „Poseidon“ sind etwas hervorzuheben, als eindeutige Hits kann man jedoch maximal die beiden Erstgenannten bezeichnen, wenngleich der Rest der zwölf Tracks beruhigt als gehobener Durchschnitt durchgeht. Mit „Occam’s Razor“ ist auch ein sehr ruhiger Song vertreten: Komplett clean gesungen und nur so von an KORN erinnernde Melancholie triefend.

„Murder the dance“ merkt man den Umbruch und die Entwicklung von BLEED THE SKY an, ohne jedoch den Wiedererkennungswert der Band völlig aus den Augen zu verlieren. Ein deutlicher Reifungsprozess hat stattgefunden, so dass es weniger „straight forward“ geht, dafür aber nicht minder druckvoll, aggressiv und melancholisch. Während die Produktion recht gut gelungen ist, sind die Kompositionen leider mehrheitlich ziemlich uninspiriert und heben sich kaum wirklich erwähnenswert voneinander ab. Ein eindeutiger Hit wie beispielsweise „Minion“ fehlt ebenfalls, dennoch sollten Fans und Interessierte mal rein hören und werden dabei wohl auch nicht vollends enttäuscht, wenn sie eine gewisse Aufgeschlossenheit für ein Schrittchen in Richtung Oldschool-Sound aufbringen können. Den Vergleich mit CHIMAIRA muss man sich übrigens trotzdem nach wie vor noch gefallen lassen – wobei es ja auch deutlich schlimmeres gibt.

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