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BLEEDING THROUGH - s/t

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Artist BLEEDING THROUGH
Title s/t
Homepage BLEEDING THROUGH
Label ROADRUNNER RECORDS
Leserbewertung
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Nach kleinen internen Kommunikationsproblemen liegt es mir endlich, endlich vor! Das aktuelle BLEEDING THROUGH Album hat den Weg in meinen CD Player gefunden und ich, als langjähriger Fan, bin wirklich gespannt, was das Sextett um Frontsau Brandan Schieppatti gezaubert hat. Nach einem nennen wir es „Gastauftritt“ auf dem vorherigen Album „Declaration“ von ex I KILLED THE PROM QUEEN Gitarrero Jona Weinhofen hat man mit Dave Nassie innerhalb von drei Jahren den zweiten Ersatzmann am Sechssaiter gefunden. Ob und wie sich das Songwriting dadurch verändert hat, muss erstmal geklärt werden. Sicher ist, dass der Metalcore Sechser aus Orange County 2010 mit selbstbetitelten Werk das inzwischen sechste Album am Start hat.

Ein Intro mit dem Namen „A Ressurection“ bereitet relativ ruhig den Weg zu dem durch MySpace bekannten ersten wirklichen Song namens „Anti-Hero“. Die Herren (plus Marta Peterson am Keyboard) gehen direkt in die Vollen, machen keine Gefangenen und zeigen, was sie zu bieten haben. Auf die Sekunde getimetes Schlagzeug trifft auf schreiende Gitarren. Brandan brüllt sich, wie man es nicht anders gewohnt ist, die Lunge aus dem Leib. Das Keyboard macht das Ganze eine Spur symphonisch und der Bass knallt genau da, wo er hin muss. Perfekt, kann ich nur sagen. Mit „Your Abandonment“ setzt man dann aber direkt noch einen drauf. Fast ein wenig Black Metallisch kommt der Track daher, die Vocals bestehen aus extrem tiefen Growls und eine Wand aus geballter Energie bricht über mich zusammen. Die Songstrukturen sind einfach nur der Wahnsinn! Blastbeats wechseln sich mit genialen Breaks ab. Man soliert, als wäre der Teufel persönlich mit von der Partie. Die Songs werden immer mächtiger, gehen allesamt direkt ins Ohr und drohen das Trommelfell förmlich zu zerfetzen. „Breathing in the Wrath“ kommt anfangs ein wenig Hardcoremäßig daher, wird dann aber wieder zum absoluten Schädelspalter. Die Riffs sind mörderisch, die Vocals zum Teil wirklich furchteinflößend. BLEEDING THROUGH begeben sich auf einen Pfad, der extrem schwarz gepflastert ist. Die Black Metal Einflüsse sind nicht zu überhören. Marta klimpert (nicht abwertend gemeint) ein wenig auf ihren Tasten rum und verleiht den Kompositionen das gewisse Etwas, lässt zum Teil auch Elektro Elemente mit einfließen. Wäre das nicht der Fall, würde ich echt daran zweifeln, dass die Band so erfolgreich ist und nicht einfach nur wie eine von vielen klingt. Obgleich auch bluesige Soli zu dem Killerdrumming gespielt werden. Ein Erfolgsrezept vielleicht aber auch, den Zuhörer nicht zur Ruhe kommen zu lassen, allenfalls die Einleitungen zu den Songs ruhiger zu gestalten („Divide the Armies“, „Light my Eyes“ und „Distortion, Devotion“) und ansonsten einfach volles Mett nach vorn zu prügeln.

Ich bin schlichtweg begeistert! „Bleeding Through“ ist mehr als nur gelungen. Zwar wagt man sich weit in dunkle Gefilde und lässt den cleanen Gesang weitestgehend weg, doch das, was hier geboten wird, ist und bleibt einfach BLEEDING THROUGH. Keine Kompromisse, keine Gefangenen, einfach nur voll auf die Fresse. Brandan und seine Truppe entwickeln sich von Album zu Album kontinuierlich weiter. Klar bleibt das, was die Truppe grundsätzlich ausmacht, erhalten, aber Feinheiten werden ergänzt, weiter ausgebaut oder in neuem Gewand präsentiert. Ergo rate ich den ganzen Metalcore Kids und solchen, die es noch werden möchten: Kauft euch das Teil. Auch Fans der Genrekollegen WINDS OF PLAGUE sollten hier mal ein Ohr riskieren. Bereuen wird das niemand! Ein echtes Must Have!

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