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BLEND71 - s/t

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Artist BLEND71
Title s/t
Homepage BLEND71
Label T:D:M THUNDERDOME
Leserbewertung
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Auch in der beschaulichen Schweiz wird gerockt, und so haben sich die fünf Mitglieder von BLEND71 im Jahre 2004 in Lugano im Tessin getroffen und beschlossen, dies ebenfalls zu tun. Bei den Eidgenossen werden sie bereits als der neue Star am Rockhimmel gehandelt, und so ergab es sich, dass das Quintett im vergangenen Jahr eine EP mit fünf Tracks aufnehmen konnte.

Als erstes kriecht einem die Stimme von Frontfrau Ciny in die Gehörgänge, nachdem selbige mit einem fetten Gitarrenbrett vom Opener „It Doesn’t Matter“ frei geräumt wurden. Die Dame besitzt wirklich ein ausdrucksvolles und vielschichtiges Organ, das sich hinter denen der Kolleginnen Sandra Nasic, Linda Sundblad oder Masha (EXILIA) nicht zu verstecken braucht. Auch musikalisch hält man sich durchaus in ähnlichem Fahrwasser auf. Die Songs sind gekennzeichnet durch heftige Gitarren-Stakkati, verspielte Drums und groovende Basslicks. Glaubt man zu Beginn des Ohrwurms „Tiny Box“ noch, BLEND71 ließen es doch ruhiger angehen, wird man wenig später eines Besseren belehrt. Ganz langsam braut sich da ein Gitarrengewitter zusammen, das sich alsbald entladen will. Gleichwohl zeigt die hübsche Sängerin, dass sie nicht nur schreien, sondern auch mit ruhigen Passagen stimmlich perfekt umgehen kann. „Hypocrite“ setzt sich ebenso im Kopf fest, allerdings fehlt ein wenig die Einzigartigkeit, ähnliche Melodien hat man schon zu Dutzenden gehört, das macht das Stück nicht schlechter, aber austauschbar. „Out Of My Head“ hat das Zeug zum Radio-Hit mit seinem eingängigen Refrain, verliert sich dabei aber nicht im seichten Pop-Rock. Den Abschluss macht das flotte „Mad“, hier baut die zweite Frau der Band, die Bassistin Lara noch einige interessante Bassläufe ein, außerdem hat Drummer Wiz diesmal eindeutig mehr zu sagen als die beiden Gitarristen Waren und Jiddy.

Alles in allem ein interessantes Debüt, das die Neugier auf mehr Musik von BLEND71 weckt. Bleibt zu hoffen, dass Band und Management durch die plötzliche Popularität (zumindest in der Schweiz) nicht den Fehler machen, mit der heißen Nadel gestrickten 08/15-Crossover Rock in die Plattenläden zu schmeißen. Damit würden sie sicherlich in der Masse untergehen. Hier und da noch am Songwriting gefeilt könnten aber noch einige sehr schöne und Erfolg versprechende Titel entstehen. Ich bin gespannt.

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