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BLIND EGO - Mirror

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Artist BLIND EGO
Title Mirror
Homepage BLIND EGO
Label FARMLANDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Mit seinem Soloprojekt BLING EGO hält sich der „Gitarrenbayer“ Kalle Wallner, der manchen vielleicht durch die Agitation mit seiner Hauptband RPWL bekannt sein dürfte, selbst einen Spiegel vor und lässt die Außenwelt auf der äußerst symbolträchtig-betitelten ersten Scheibe „Mirror“ einen Blick in seine persönlichen Erfahrungen der letzten Jahre werfen. Wie jedes Leben, so besitzt auch „Mirror“ diverse emotionale Höhen und Tiefen, was das Songwriting wohl maßgeblich beeinflusst haben dürfte.

Während der Opener „Obsession“ noch erfrischend-rockig einleitet, so durchläuft Kalle Wallner im Verlauf seines ersten Albums auch Stimmungen tiefster Melancholie und Trauer, aber auch einer gewissen musikalischen Zufriedenheit. Dabei sind die Kompositionen keinesfalls konservativ-rockig oder ausschließlich balladesk aufgebaut, sondern gehen weitgehend von traditionellen Schemen weg und zeigen vielmehr einen deutlich progressiven Einschlag auf. So wird selbst dem geschulten Hörer während der circa 60min Spielzeit kaum langweilig, was die Qualität dieses Ein-Mann-Projektes besonders hervorheben sollte. Doch wie fast jede Rockveröffentlichung der heutigen Zeit, so hat auch „Mirror“ seine stärkeren und weniger starken Stücke: Aufgrund ihrer Majorität möchte ich jedoch zunächst mit den Erstgenannten beginnen: Besonders gut gefallen haben mir unter anderem der äußerst vielgesichtige Titeltrack, der auf gelungene Weise einen kurzen Überblick über die musikalische Ausrichtung des jungen bayerischen Projekts gibt und mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Außerdem empfehlenswert ist der meiner Meinung nach äußerst ohrwurmtaugliche zweite Titel „Moon and Sun“, der wohl auch Hörer anderer Genres überzeugen dürfte. Weniger gut gefällt mir das stellenweise etwas langatmige Stück „Forbidden to remain“, wobei ich auch hier sagen muss, dass hier ebenfalls durchaus sehr starke Momente in der Komposition des Bayern vorhanden sind, folglich das Gesamtbild von „Mirror“ nicht getrübt wird.

Insgesamt ist und bleibt die Scheibe ein äußerst sympathisches und auch sehr gelungenes Werk von Herrn Wallner, dem ich an dieser Stelle mein Lob für seine besondere Ideenvielfalt aussprechen möchte.

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