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BLIND GUARDIAN - Imaginations From The Other Side (Remastered)

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Artist BLIND GUARDIAN
Title Imaginations From The Other Side (Remastered)
Homepage BLIND GUARDIAN
Label VIRGIN/ EMI
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Nun, wie wollte man die wahrlich bahnbrechenden letzten beiden Erfolgsalben noch toppen? Gar nicht! Denn man war ja eh schon bei „perfekt“ angekommen! Also konnte man „nur“ noch einen weiteren Meilenstein dazustellen. Und das tat man 1995 in Form von „Imaginations from the Other Side“. Das fängt schon beim unendlich geilen Artwork von Andreas Marschall an, da brechen sich bis heute alle anderen Fantasy-Fuzzis die Finger dran. Nicht umsonst wird das zentrale Motiv der Dragon-Guitar-Verschmelzung bis heute immer wieder verwendet.

Da kann man natürlich keine halbgare Mucke zu bieten, und so gehen die Krefelder unbeirrt und trotz aller aktuellen Musikströmungen altbewährt zu Gange. Nur noch verfeinerter, noch bombastischer. Und das war auch das einzige, sich schon hier abzeichnende, kleine Problemchen, was die Herren bis heute fortführen: Man wird phasenweise zu bombastisch und arg verspielt („Imaginations“ oder „Mordred’s Song“), was ein wenig den Speed und auch den Drive der Vorgängerscheiben vermissen lässt. Rein kompositorisch vollzog man aber wieder einen kleinen Quantensprung. Mit einem eigenen Studio konnte man sich diese Spielereien auch locker leisten. Für Fans der speedigen Knaller ist natürlich auch noch genügend Stoff vertreten mit „I´m Alive“ oder „Born in a Mourning Hall“. Die Chöre suchen bis heute ihresgleichen. Und mit „A Past and Future Secret“ hatte man auch eine recht erfolgreiche Singleauskopplung am Start, die allerdings trotz aller Klasse auch nicht ganz an „Lord“ oder „Bard’s Song“ heranreicht. Dass die Entwicklung weg von der reinen Speed-Kapelle hin zum kompositorisch anspruchsvollen Act immer weiter vorangetrieben wurde, macht ein eher langsamerer Track wie „Bright Eyes“ klar. Eine ähnliche Entwicklung, wie sie übrigens die ganz großen Vorbilder QUEEN seinerzeit auch vollzogen… oder kann sich jemand „Innuendo“ auf einem Frühwerk von denen vorstellen? Der Sound war natürlich noch bombastisch-fetter, logisch, wenn jemand wie Flemming Rasmussen (METALLICA) für die Regler verpflichtet wurde! Von daher fällt das jetzige Remastern nur in Nuancen auf. Dies war im übrigen das erste Album ohne „Hausproduzent“ Kalle Trapp.

Für Fans wichtiger dürfte das Bonusmaterial sein. Da gibt es nämlich in den eigenen Twilight Hall-Studios produzierte Demoversionen von „A Past and Future Secret“, „Imaginations from the Other Side“ und „The Script for my Requiem“! Vor allem letzteres ist eine mit einer Minute längerer Spielzeit gegenüber der späteren Albumversion interessant. Witzig auch, diese Tracks ohne den bekannten Bombast zu vernehmen. Zudem gibt es noch Videos zu „Bright Eyes“ und „Born in a Mourning Hall“. Booklet noch opulenter als im Original, Ronnie Atkins von PRETTY MAIDS steuert ein paar backings bei, was will man mehr? Richtig, nix! Also Kaufen diesen weiteren Meilenstein!

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