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BLINDED COLONY - Divine

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Artist BLINDED COLONY
Title Divine
Homepage BLINDED COLONY
Label SCARLET RECORDS
Leserbewertung
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6.3/10 (3 Bewertungen)

Auf der Homepage von BLINDED COLONY wundert sich die Band darüber, dass die meisten Reviews in deutsch verfasst wurden, nun werde ich noch ein weiteres hinzufügen. Vielleicht haben wir Germanen einen besonderen Geschmack für Melodic Death Metal Marke Göteborg, wer weiß… BLINDED COLONY hießen früher STIGMATA und existieren erst seit Anfang 2000, damals noch mit der weiblichen Sängerin Annika. Nach dem ersten Demo wurde die Band erst mal unlustig auf Eis gelegt, bevor das Bandkarussell sich drehte und neuen Wind in die verstaubten Instrumente brachte. Annika musste gehen (eigentlich schade), Niklas Svensson kam, der wesentlich brutaler zu Werke ging. Ein zweites Demo entstand: „Tribute to Chaos“, von dem alle drei Tracks auch auf dieser „göttlichen“ Scheibe landeten.

Ein weiteres Problem wurde schnell gelöst, der Bandname war schon vergeben und so heißt man jetzt eben, wie man heißt, auch wenn ich ehrlich gesagt nicht ganz begreife, was für eine tiefere Bedeutung hinter der 2-Wort-Kreation steckt. Göran Finnberg masterte den 5 Schweden ein ordentlich bretterndes Debüt hin, allerdings ohne eigene Identität, denn SOILWORK und Co. lassen grüßen. Nach dem famosen Anfangsriff von „Contagious Sin“ erwartet man Großes, kann es aber nicht ganz einlösen. Die Gitarren liefern sich zwar packende Duelle, die auch virtuos gezupft werden, aber das eine oder andere hat man schon bei anderen Schweden-Bands vernommen, eigentlich kein Wunder bei dem Angebot. Man versucht, so abwechslungsreich und eingängig wie möglich zu sein, was irgendwo auch gelingt, hin und wieder verstärken auch Keyboards den fetten Sound. Der größte Pluspunkt aber dürfte Niklas Svensson an den Vocals sein, der eben nicht wie die xte Lindberg-Kopie klingt. Er schwankt zwischen rauen Death und kräftigen Thrash Vocals, was dem Gesang einen gewissen hymnischen Charakter verleiht. Auch Power Metal Fans könnten so an „Divine“ Gefallen finden. Besonders die beiden abschließenden Tracks verinnerlichen alle Zutaten für einen „fiesen“ Ohrwurm, während der Rest solides, manchmal inspiriertes Handwerk verkörpert. Erweiterte Oberklasse auf der Suche nach der eigenen Identität!

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