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BLOOD (JP) - Lost Sky

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Artist BLOOD (JP)
Title Lost Sky
Homepage BLOOD (JP)
Label DARKEST LABYRINTH
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Sieben (laut Wikipedia) bzw. acht Jahre (folgt man dem Pressetext) Aktivität der japanischen Formation BLOOD finden mit „Lost Sky“ ein jähes Ende. Insgesamt bekommt man in Deutschland zumindest im Kontext der schwarzen Szene nur an manchen Ecken etwas mehr von diesem seit Jahren grassierenden Visual K-Trend mit. Kaum überraschend also, dass ich von BLOOD bis zu ihrem nun offensichtlich letzten Werk nie zuvor gehört habe. DIR EN GREY, EVE OF DESTINY, MALICE MALIZER oder MOIX DI MOIX sind wohl die hierzulande populärsten Visual Kei aka J-Goth-Vertreter, rekrutieren ihre Fans jedoch meist eher aus den Reihen verrückter Manga-Fans und in der anhängenden Cosplay-Szene.

Sie sehen aus wie eine Kreuzung aus Fantasy-Manga und Promo-Fotos von 80er Gotenkapellen, das ganze hier aber in Hochglanz und ebenso steril, jedoch ohne Zweifel phantasievoll hergerichtet. So viel zum „Visual“-Part von BLOOD, der Sound ist eigentlich ähnlich wie bei TRAGIC BLACK, nur dass die Stimme von Sängerin Fu-ki ein bisschen nach Eva O. (SHADOW PROJECT, CD 1334) klingt. Beats aus der digitalen Drum Machine, umspielt von Gitarren, die wesentlich „härter“ und weit weniger schmucklos sind, als man bei den Fotos vielleicht noch angenommen hat. „Lost Sky“ wankt immer ein bisschen zwischen diesem neuen, vor allem in Amerika populär werdendem Sound und eindeutigem Pop, der auf düster frisiert wurde. Dafür, dass es sich eigentlich um das große Goodbye der Japaner handeln sollte, ist „Lost Sky“ mit nur sechs Tracks und den angehängten zehn Remixen ein bisschen aus der Balance geraten. Immerhin siebenmal wird der Titeltrack noch einmal neu durchgekaut, unter anderem von den oben erwähnten TRAGIC BLACK, NOIR DU’SOLEIL, UNINVITED GUEST und vielen Künstlern, von denen zumindest ich in meinem Leben noch nie etwas zu Ohren bekommen habe, worüber ich übrigens auch relativ froh bin. Übrigens ist der TRAGIC BLACK „Lost Sky“-Ansatz ein kleiner, aber (verhältnismäßig) feiner Hitkandidat für die schwarze Masse.

Für eine Premiere wäre „Lost Sky“ sicher nicht schlecht gewesen. Als finales Goodbye taugt der Longplayer ungeachtet des restlichen Outputs jedoch keinesfalls. BLOOD dürften nun nach der US-Tour zu den Akten gelegt werden. (Man denke sich einen Wink mit einem umgefallenen Sack Reis…)

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