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BLOOD (JP) - The Reaper behind me

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Artist BLOOD (JP)
Title The Reaper behind me
Homepage BLOOD (JP)
Label DARKEST LABYRINTH
Leserbewertung
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Öfter mal was Neues dachte ich mir und so landete BLOOD mit „The Reaper behind me“ in meinem heimischen CD Player. Das Cover mit der weißgeschminkten und blutüberströmten Dame (Model Jade Starr) sowie der Name sprachen mich als „Blutfetischistin“ natürlich sofort an und ich war gespannt, was mich musikalisch erwarten wird. Aber vorab noch ein paar Informationen zu Band und Album: BLOOD stammen aus Japan und bestehen zurzeit aus Fu-Ki (Gesang), Kiwamu (Gitarre), Kaede (Bass) und Ryo. Ob es sich dabei um Männlein oder Weiblein handelt, vermag ich nicht zu sagen, da weder die Namen noch das Outfit auf eins von beidem schließen lassen. Aber das gehört zum Visual-Kei (für weitere Informationen kann ich da die Wikipedia Artikel über Visual-Kei und Cosplay wärmstens empfehlen), dem die Band zuzuordnen ist, mit dazu. „The Reaper behind me“ ist das inzwischen 5. Album der vier und kommt als Limited Edition daher. Die erste Disk enthält ein reguläres Werk mit 13 Songs, die zweite 10 Remixe verschiedenster Künstler aus Griechenland, den USA, Australien und Japan. Musikalisch würde ich BLOOD am ehesten dem Gothic Rock zuordnen mit eingestreuten elektronischen Anleihen. Die Texte sind zumeist auf englisch zwischendurch aber auch auf japanisch gehalten.

Das Intro „From the Dead World…“ lässt mich ein wenig an SAMSAS TRAUM denken und das soll sich auch im weiteren Verlauf des Hörens nicht ändern, sind doch einige Parallelen erkennbar. Auch HIM kommt mir zwischendurch immer wieder in den Sinn, hat doch Fu-Ki eine recht markante (und männliche) Stimme. Beim ersten Durchlauf finde ich den ersten Teil des Albums recht anstrengend, da die Musik, im Gegensatz zum Gesang, ziemlich hektisch und getrieben klingt und es mich irgendwie nervös macht. Das gibt sich aber von Durchlauf zu Durchlauf. Vielleicht ein Gewöhnungseffekt. Ab dem Mittelteil wird es auch etwas ruhiger und Musik und Gesang werden mehr in Einklang gebracht. Bei „Blood Featuring EXO-CHIKA (Aural Vampire)“ ist die stimmliche Leistung von Fu-Ki sogar fast schon operesk zu nennen und mit der besagten EXO-CHIKA kommt nun auch eine weibliche Stimme mit ins Spiel. So langsam beginnt mir die Sache zu gefallen. Eine weitere Gastsängerin findet sich auch bei „Fountain Of Blood“ wieder. Die Österreicherin Emily Rose (alias Suzy Q) darf dort ihren Beitrag leisten. Einen kleinen Ausbruch aus den ruhigeren Gefilden leistet man sich bei „Escape“, bei dem man wieder in die hektischen und nervösen Muster des Anfangs zurückfällt, bevor man mit dem instrumentalen Outro „…And He Took Her Soul“ die Scheibe ausklingen lässt.

Die Remixe auf der zweiten Disc wurden bis auf „Danse Macabre“ ausschließlich von Stücken des aktuellen Albums erstellt und fallen wesentlich elektronischer aus als der reguläre Teil, bei dem doch mehr die Gitarren dominieren. Von „Chain“ gibt es gleich drei Bearbeitungen, unter anderem auch einen von GPK, Kiwamus Bandkollege bei GPKISM. „Chain (Cursed Mix By Spectrum-X)“ fällt als einziger Track etwas aus dem Rahmen, da er die Elektronik außen vor lässt und eher in der Metal-Liga (samt Gegrunze) spielt. Besonders empfehlenswert sind meiner Meinung nach hier „Blood (More Sake Mix By The Last Dance)“ und „Danse Macabre (Virgins O.R. Pigeons Mix)“. Insgesamt gefällt mir die zweite CD etwas mehr, da ich mit der elektronischen Umsetzung der Songs besser zurecht komme und mir die gitarrenlastigen Originale nicht ganz so sehr zusagen.

Ich muss zugeben, dass ich meine Vorurteile gegenüber Visual-Kei und allgemein japanischer Musik hatte, doch das muss ich jetzt wohl revidieren. „The Reaper behind me“ ist in seiner Gesamtheit durchaus gelungen, wenn es auch seinen Charme erst nach mehrmaligem Hören entfaltet. Ein empfehlenswertes und gelungenes Album, wenn man bereit ist, sich auf etwas Neues einzulassen.

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