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BLOOD - Dysangelium

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Artist BLOOD
Title Dysangelium
Homepage BLOOD
Label Morbid Records
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Cool, endlich steht mal wieder eine neue BLOOD-Scheibe an, da deren letzter CD-Release „Gas Flames Bones“ doch immerhin schon über drei Jahre zurückliegt. Also schnell den Player aufgemacht und den Silberling eingeworfen, um die Spannung nicht länger unnötig auszureizen.

Das erste Stück startet mit Glockenschlägen, pulsierendem Bass und beschwörendem Drum-Rhythmus, bis plötzlich weiblicher Gesang ertönt. Nanu, die werden doch nicht…..natürlich nicht, war nur ein kleiner Scherz für all diejenigen Härte-Fanatiker, denen jetzt möglicherweise kurz das Herz stehengeblieben ist. Der Opener entpuppt sich als Intro, und statt Frauen-Gesäusel versorgt Frontmann Clausi den geneigten Hörer ab dem nahtlos folgenden Track mit seinen gewohnt krassen und brutalen Grunts.

Bei BLOOD handelt es sich wahrlich um Pioniere des deutschen Brachialsounds, schließlich sind sie bereits etliche Jahre dabei und haben Klassiker wie „O agios pethane“ oder „Mental conflicts“ mit Hymnen der Marke „Kadath“ und „Cannibal ritual“ auf die Menschheit losgelassen. Auch auf ihrem 7. Studioalbum ist das Quartett nicht totzukriegen und von seinem kompromisslosen Death/Grind keinen Millimeter abgewichen. Noch immer enthusiastisch bei dem was sie machen wird weiter gnadenlos Gas gegeben. Dabei ist das zerstörerische Geknüppel aber durchdacht und strukturiert und die Soundwand wird an passender Stelle des öfteren durch Horror-/Splatterfilmsamples aufgelockert.

Diesmal wird übrigens nur in Englisch intoniert, nachdem es in der Vergangenheit schon mal den ein oder anderen deutschen Song („Die Leiche“!) gegeben hat. Im vorletzten der insgesamt 21 Knüppelorgien kommt dann zum zweiten Mal die weibliche Stimme begleitend zum Einsatz und so schließt sich der Kreis der „Blutigen“, bevor abschließend ein sehr düsteres, atmosphärisches Outro, welches zugleich den Titeltrack markiert, den Reigen beendet.

Schade eigentlich nur, dass diesmal keine Nummer dabei ist, die, wie z. B. „Wie Krieger sterben“ von „Depraved goddess“ oder die Coverversion von „For auld lang syne“ etwas aus dem Rahmen fällt. Natürlich ist „Dysangelium“ aber trotzdem bestens geeignet, um sich die tägliche Dosis Gehacktes einzuverleiben.

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