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BLOODATTACK - Beast enough to stand this Hate

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Artist BLOODATTACK
Title Beast enough to stand this Hate
Homepage BLOODATTACK
Label ALL LIFE ENDS
Leserbewertung
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10.0/10 (4 Bewertungen)

Die Segel gewoben aus purer Aggression sind unter der knochengekreuzten Flagge des corelastigen Death/ Thrashmetals gesetzt. Wahre Sturzseen von Riffs und Breakdowns fegen über das Deck des Fünfmasters, der Captain brüllt sich die Lungenflügel aus dem Leib, treibt seine Crew zu Höchstleistungen an, angepisst und urgewaltig geht es zwar nicht auf zu neuen Ufern, aber dafür mit umso mehr Wucht und Tatendrang in die angestammten Hafenspelunken, um sie kräftig aufzumischen. BLOODATTACK aus Koblenz/ Neuwied besteht aus altgedienten Seebären, die in Bands wie GOMORRHA, CREUZFELDT, SIX REASONS TO KILL und RISE A NEW gespielt haben und unter dem aktuellen Titel seit 2003 durch die Lande toben. Der Zweitling „Beast enough to stand this Hate“ wurde im „Liquid Aether Studio“ aufgenommen, in den „Skywalk Studios“ (Trier) abgemischt und beim thüringischen Label „All Life Ends“ veröffentlicht.

Vor dem modern-metallischen Hybrid rast eine Druckwelle her, die ihresgleichen sucht. Es knallt und kracht ordentlich, die Gitarren wüten in den Untiefen der Breakdowns und kurven im nächsten Moment melodiös die Brandung entlang. Der Bass schnarrt zuverlässig aber recht unspektakulär, das Drumming besticht durch die ausdauernd gekickte Doubble-Bass, aber nicht allzu großen Reichtum an Variationen. Dem überragenden Vokalisten möchte man empfehlen, doch wenigstens im Studio seine Maske abzusetzen, sein Werk klingt wie durch ein Handtuch gebrüllt. Sauron und Chewbakka hätten nicht unbedingt ihren Senf dazu geben müssen, wenn schon Samples, dann aber bitte mit Pfiff. An Ideen in musikalischer Hinsicht mangelt es aber keineswegs, die Burschen statten ihr Liedgut mit viel Abwechslung und ihren diversen Einflüssen aus, ohne zu imitieren. Eigenwillig und extravagant spielen sie genau das, was ihnen in den Sinn kommt und das ist eine ganze Menge aus den verschiedensten Ecken. Für so ziemlich jeden geneigten Hörer schwerlastiger Musik „vermüllter“ oder tödlicher Ausprägung ist etwas dabei, auch der Batzen Hardcore ist stimmig eingefügt. Die Klargesänge hingegen könnte man streichen, glücklicherweise kommen sie selten zum Einsatz. Das Digipack setzt auf ansprechende Optik und sorgt für einen stimmigen Gesamteindruck.

BLOODATTACK legt einen Höllenritt aufs Parkett, statt eine nette Kreuzfahrt auf sicheren Planken zu buchen, umrundet man lieber Kap Hoorn auf eigene Faust und schlägt dem Klabautermann ein Schnippchen. Zu wünschen ist, dass dieser Kahn in den kabbeligen Wirren ausufernder Trends nicht absäuft, sondern unbeirrt seinen Kurs vor dem Wind hält.

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