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BLOODBATH - Grand Morbid Funeral

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Artist BLOODBATH
Title Grand Morbid Funeral
Homepage BLOODBATH
Label PEACEVILLE
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Jedes neues Release von BLOODBATH sorgt für Gesprächsstoff. Alle paar Jahre macht sich das Death Metal-Projekt um die KATATONIA-Chefs Jonas Renkse und Anders Nyström, Gitarrist Per Eriksson (ex-KATATONIA) und Drummer Martin Axenrot (OPETH) auf, um eine neue Dampframme rauszuhauen. Nachdem in der Vergangenheit Mikael Akerfeldt (OPETH) und Peter Tägtgren (HYPOCRISY, PAIN) abwechselnd die Growls beigesteuert haben, gab es nun eine dicke Überraschung bei der Besetzung der Fronter-Position. So ist es zwar kein Geheimnis, dass die KATATONIA-Jungs schon lange mit PARADISE LOST befreundet sind, aber dass Nick Holmes den Posten der Death Metal-Allstars übernimmt, hätte wohl keiner geglaubt!

Und somit war auch gleich Skepsis da, denn die letzten Growl-Aufnahmen von Holmes sind mal locker über 20 Jahre her und live kann der Brite die alten Songs auch nicht so energisch wie früher rüberbringen. Auch der Vorab-Teaser ließ nicht so viel Gutes erahnen, bekommt Holmes zwar eine energische Stimmlage hin, diese hat aber bei weitem nicht so die Tiefe und den Druck, wie man ihn im Vergleich von Tägtgren und Akerfeldt kennt. Aber Holmes will und soll ja auch keine Kopie seiner Vorgänger sein, sondern bringt die Vocals so, wie er den Stil interpretiert: Roh, trocken, staubig, garstig. Und das, muss man einfach eingestehen, passt wunderbar zu den neuen Songs auf „Grand Morbid Funeral“. So gehen die neuen Tracks deutlich räudiger, rauer und kantiger zu Werke. Vertrackte Riffs, thrashende Drum-Attacken, flirrende Soli… hier wurde mal ordentlich im US-Segment gewildert und die Schweden-Keule im Keller gelassen, AUTOPSY lassen grüssen. Passenderweise geben Chris Reifert und Eric Cutler kleine Gasteinlagen! Der Titeltrack, „Church of Vastitas“ und „Mental Abortion“ lassen dann klar werden, dass auch alte PARADISE LOST ihren Einfluss auf die neuen Songs und auf die Sänger-Wahl hatten. „My Torturer“ pustet dann mal so richtig brutal alles aus einem raus, was geht. Fett!

Von vornerein war zu erwarten, dass BLOODBATH musikalisch wieder alles umherrotierende in der US- wie auch Euro-Szene des Death Metals komplett vernichten würden. Derartige geile Songs bekommt über ein ganzes Album kaum eine andere Band hin. Dazu passt der Sound von „Grand Morbid Funeral“ einerseits wunderbar zu Holmes‘ Vocals, andererseits fürchte ich mich etwas vor den anstehenden Live-Performances. Im Studio kann man immer einiges anpassen, aber live ist es nun mal so, dass der Fronter im energischen Bereich nicht der beständigste ist. Auf der anderen Seite darf man nun gespannt sein, was PARADISE LOST nun auf ihrem kommenden Album fabrizieren. Denn Adrian Erlandsson (Drums, AT THE GATES), Gitarrist Greg Mackintosh (VALLENFYRE) und eben Nick Holmes scheinen wieder richtig Bock auf deathige Sounds zu haben!

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