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BLOODFLOWERZ - Dark Love Poems

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Artist BLOODFLOWERZ
Title Dark Love Poems
Homepage BLOODFLOWERZ
Label SILVERDUST
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Nach 3 albenlosen und zwei generell sehr stillen Jahren melden sich die BLOODFLOWERZ zurück – mit ihrem neuen Album „Dark Love Poems“. Hatte die Gerüchteküche vorher wild bezüglich einer kompletten Auflösung getobt, wurde die Allgemeinheit nun eines Besseren belehrt: Laut Sängerin Kirsten auf der Suche nach den passenden Musikern, machen sich die BLOODFLOWERZ nun zu einer neuen Blütezeit auf – mit dabei ab jetzt neben Kirsten und Schlagzeuger Tim auch Gitarrist Jochen und Bassist Jan. Passend zur Festivalzeit erscheint das Werk, und daher nehmen die BLOODFLOWERZ auch einige dieser Veranstaltungen mit (unter anderem das WGT).

Aber nun zum Album: Was aufs „erste Hören“ gleich auffällt, ist, dass diejenigen, die Bands unbedingt mit anderen vergleichen müssen, vielleicht in Zukunft weniger schnell sagen werden, die BLOODFLOWERZ würden sich wie HIM anhören (wobei ich den Vergleich vorher schon kritisch fand.) Allerdings geht die Gruppe mit den „Dark Love Poems“ titelmässig vielleicht näher an die bekannte finnische Truppe, der man einen solchen ebenso zutrauen könnte. Die Deutschen lassen hier zwar auch gefühlsmäßig einiges heraus, vor allem aber dominiert eins: Ihre rockige Seite. Auch bei den ruhigeren Songs wie „Anthem for a stranger“ bleiben sie dynamisch-energiereich, und die Gitarre ist eigentlich durchgehend noch deutlicher herauszuhören als bei den Werken zuvor. Müsste man jetzt unbedingt einen Vergleich anstreben, dann vielleicht eher mit den GUANO APES in gothicmässiger Form, zumindest beim Lied „Damaged Promises“.

Trotz aller Rockigkeit halten die BLOODFLOWERZ das Versprechen des Albumtitels: Durchgängig merkt man, dass diese Songs nicht „runter geschrieben“ wurden, sondern dass da ein gutes Stück Herzblut drinsteckt – „Blutblumenblut“ sozusagen. Und wie bei den Alben zuvor ist Kirstens Stimme einfach einzigartig und unverwechselbar, ebenso wie die mehr oder wenig eingängigen, aber auf jeden Fall auf ihre Weise mitreißenden Melodien (Anspieltipp hier: „Dark Angel“) – die einen ohne zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken oder irgendwann eintönig zu werden mit auf die Reise in ganz verschiedene Gefühlswelten nehmen. Fazit: Die Wechsel in der Band haben gut getan – und zu einem positiven Wandel beigetragen. Mehr davon!

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