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BLOODLIGHTS - Simple Pleasures

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Artist BLOODLIGHTS
Title Simple Pleasures
Homepage BLOODLIGHTS
Label SILVERSONIC RECORDS
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Es geht doch nichts über einen schönen, altmodischen, geradlinigen Arschtritt. Das haben sich anscheinend auch die Norweger BLOODLIGHTS gedacht. Also haben sie ordentlich Anlauf genommen, und mir mit jeder Menge Schmackes den passenden Fußabdruck namens „Simple Pleasures“ auf meinem Allerwertesten verpasst, mit ordentlich Profil und Größe. So ein wenig spür ich es immer noch. Aber ein wenig Schmerz kann ja durchaus angenehm sein.

Denn nachdem CAPTAIN POON (ex-GLUECIFER) und seine Jungs endlich mit ihrer seit 2007 andauernden Tour fertig waren, machten sie sich daran, ein zweites Album zu liefern, das schon mit „Blasted“ ganz Old School und mit viel Druck öffnet. Der Stil erinnert an (surprise, surprise) GLUECIFER, aber auch TURBONEGRO, BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB, MOTÖRHEAD und leicht an die BACKYARD BABIES. Guter, direkter Rock N Roll mit anderen Worten. Dreckig, und doch glamourös. Stimmig, aber mit leicht schmuddeligem Garagensound. Der Titelsong „Simple Pleasures“ bringt auch gleich rotziges Hymnengefühl mit, und die kurzzeitige Lust, oben ohne zu tanzen. Da Frau sich aber beherrschen kann, gibt sie sich lieber mit „Just One More“ schnoddrige Gitarrenmasturbation vom Feinsten.

Aber wie die Profis, die sie sind, wissen BLOODLIGHTS, dass man auch mal kurz das Tempo senken sollte, um dann gleich wieder mit rauer Stimme, rockigen Riffs und rollenden Drums auszuholen. Letztere sind besonders bei „Off The Track“ vorhanden. „Never Built To Last“ dagegen hat etwas jugendliches, fröhliches und schon fast feierliches. Innerhalb kürzester Zeit fängt man grinsend an, sich sämtliche Jugendsünden noch mal vorzuhalten. Man fühlt sich fast wie Augustinus, natürlich ohne den Wunsch brav zu werden. Besonders schön dreckig kommt „Sticky Handshake“ rüber, während „Ultimate High“ durch Melodiösität glänzt. Würdig abgeschlossen wird das Ganze von „The Thief“ und „Wipe It Off“.

Das zweite Album der lederlastigen Nordlichter ist eine verdammt runde Sache, mit genug Rotz und Schnodder für eine kleine Epidemie. Anstecken kann man sich ab dem 26. Februar. Einziger Nachteil: Die Scheibe dreht sich nur ca. 35 Minuten lang. Auf Repeat drücken hilft.

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