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BLUE OCTOBER UK - Walk amongst the living

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Artist BLUE OCTOBER UK
Title Walk amongst the living
Homepage BLUE OCTOBER UK
Label A DIFFERENT DRUM
Leserbewertung
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Schon mehr als ein Jahrzehnt sind BLUE OCTOBER aus England (bitte nicht zu verwechseln mit gleichnamiger Rockband aus Texas) mit emotionalem Synthie-Electro-Pop am Start, aber erst mit ihrem vierten Album „Walk amongst the living“ habe auch ich sie auf meinem Radar. Beim ersten Durchhören denke ich an PEPLAB oder KAMERA und auf jeden Fall an eins: Sehr 80er inspiriert.

Besonders die ersten Titel des Albums erinnern an die Zeit der New Romantics, einst aus dem New Wave erwachsener Synthie-Pop, dem jedoch etwas androgynes und bisweilen recht plüschiges anhaftete (als Stilikone sei hier ADAM ANT genannt). So bietet der Opener „The miracle’s gone“ einen Eierbeisser-Refrain zu schunkelnden Beats, die Single „Let me see“ kann sich locker neben Schmachtballaden von MARC ALMOND oder ANDY BELL einreihen und man kann die erste Hälfte als schwülwarmen Säusel-Synthie-Pop zusammenfassen. Das Intrumental „The girl from ohio“ schlägt dann mit schnelleren Beats und Breaks eine Brücke zu moderneren Klängen. Der insgesamt dynamischere zweite Teil startet mit Chill-Out und weiblichem Backgroundgesang („What’s on your mind?“), danach setzt bei „Spinning on the fullstop“ eine Gitarre neue Akzente. Es geht mit Trance und Sprachsamples bei „Non compos mentis“ weiter, ehe die beiden letzten Stücke eher wieder auf zuckersüße Harmonien setzen.

Schlurfende Beats und watteweicher Gesang treten hier durchaus ernstzunehmend für die Denkmalpflege des 80er Synthie-Pops an und laden Leute passenden Alters zur Traumreise in ihre Jugend ein. Spätergeborene oder des Retrocharmes Überdrüssige werden die schlichte Eleganz dieses Albums jedoch vielleicht mit Belanglosigkeit gleichsetzen.

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