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BLUNT MECHANIC - World Record

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Artist BLUNT MECHANIC
Title World Record
Homepage BLUNT MECHANIC
Label GRAND HOTEL VAN CLEEF
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Ben Barnett, der Mann hinter BLUNT MECHANIC, war der Kopf von KIND OF LIKE SPITTING, die zwischen 2000 und 2006 acht Longplayer aufgenommen haben, hatte mit Ben Gibbard von DEATH CAB FOR CUTIE das Projekt CASH MONEY BROS. am Start, und er war zudem Gründungsmitglied von THE THERMALS, bei denen er nach dem ersten Album ausstieg. Außerdem bringt er in Seattle Kids das Gitarrespielen bei, wenn er nicht gerade im Alleingang eine Platte wie sein Solo-Debüt „World Record“ aufnimmt.

Mit dem Ami haben sich die Herrschaften vom Grand Hotel van Cleef für ihre 50. Veröffentlichung also einen echten DIY-Freak ins Haus geholt, von dessen erstem Album Reimer Bustorff (Bassist bei KETTCAR und GHvC-Mitbegründer) sagt: „Es ist treibend, bricht sich, wie KARATE so oft in ihren Songs, hat die Gleichgültigkeit und Verspieltheit von PAVEMENT. Ist manchmal THEY MIGHT BE GIANTS ohne die Theatralik. Ja, wir finden Gitarrensoli scheiße, aber hier irgendwie nicht, hier klingt das alles so homogen, wobei das auch nicht das richtige Wort ist, weil auch immer wieder ein Bruch stattfindet. Es passt alles irgendwie zusammen. Die dezenten Keyboardflächen, die slidenden Feedbacks, der melodische Bass, das rumpelnde Schlagzeug und das gesamte Wechselspiel von Gesang und Instrumentierung.“ Der Mann hat recht. Muss ich dem also noch irgendwas hinzufügen? Vielleicht noch, dass der Multiinstrumentalist es zudem noch schafft, seine Stimme vom einen zum anderen Stück ganz anders klingen zu lassen (einfach mal den getragenen „Pop Song“ im Anschluss an das scheppernde „Our First Brains“ anhören). Nicht zu vergessen, dass Indie-Geschrammel bei BLUNT MECHANIC in den verschiedensten Ausführungen daher kommt. Wo „Aluminum And Light“ rau und ungeschliffen ist, schließt sich „Is Or Isn’t All The Same“ mit versöhnlicher Gleichmut an und wagt das holprige „Getting It“ Anleihen beim Sixties-Sound der BEATLES, ehe jaulende Langäxte dem verträumten „Why Can’t This Be Canada“ eine satte Seventies-Dröhnung verpassen. Erwähnt sei auch noch das tiefenentspannte „Enough“ und der aufgeräumte Akustik-Ausputzer „Get Home Safe“, der nur mit einer Gitarre auskommt, dafür aber den Gesang verdoppelt.

Ben Barnett aka BLUNT MECHANIC hat mit „World Record“ zwölf abwechslungsreiche Indie-Rocksongs auf den Weg gebracht, die ihr ganzes Potenzial bisweilen erst beim zweiten oder dritten Hören offenbaren. Was im ersten Moment noch ein wenig chaotisch wirkt, zeigt schon bald seinen ganz eigenen, fragilen Charme.

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