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BLUTVIAL - I speak of the Devil

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BLUTVIAL
Title I speak of the Devil
Homepage BLUTVIAL
Label SPIKEFARM
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Auch wenn die Grenzen für urtümlichen Black Metal schon längst nicht mehr so eng geschnitten sind, ist es weiterhin noch ungewöhnlich, kommt eine solche Combo nicht aus Norwegen oder auch Schweden, sondern wie in diesem Fall aus England.

So toben sich hier Aort (Gitarre, Bass, Drums), der zuletzt mit einiges an Aufmerksamkeit erfuhr und Ewchymlaen (Gitarre, Vocals) so richtig aus und orientieren sich dabei deutlich an den nordischen Glanzzeiten der frühen 90er. Dabei schaffen es BLUTVIAL auf imposante Art und Weise zwar retrospektiv, aber keines Falls altbacken oder gar einfallslos zu klingen. So nehmen sie die Einflüsse dieser Zeit und verarbeiten sie zu eigenen packenden und mitreissenden Black Metal-Attacken. Höhenlastige Gitarren-Wände attackieren sowohl in gnadenloser Brutalität als auch in bedrohlichen Walzen, der Bass wummert druckvoll im Untergrund und BLUTVIAL zeigen eindrucksvoll, dass die Drums in einer Old School-Scheibe nicht wie eine kastrierte Nähmaschine klingen müssen. Gekonnt variieren die Briten ungestüme Raserei mit kraftvollen Midtempo-Passagen, die phasenweise sogar doomige Ausmaße annehmen. Dazu duellieren sich die bestialisch kreischenden Vocals mitreissend mit den leicht schrebbelnden, aber dennoch recht differenziert produzierten Gitarren. Bei dieser sowohl brachialen und dennoch abwechslungsreichen Gangart fällt es gar nicht groß auf, dass die Songs auch mal 10 oder gar 12 Minuten dauern. Denn hier passiert immer etwas und selbst die eindringlichsten Riffwiederholungen greifen hypnotisch-packend zu und lassen einen nicht mehr so schnell los!

„I speak of the Devil“ ist knallharter Arschtritt für die Massen an Bands, die so leidenschaftslos den großen Zeiten des Black Metals „huldigen“!

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