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BO SARIS - Gold

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Artist BO SARIS
Title Gold
Homepage BO SARIS
Label DECCA
Leserbewertung
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6.0/10 (2 Bewertungen)

Der Soul hat eine neue Stimme. Sie heißt BO SARIS und klingt, als hätten SAM COOKE, OTIS REDDING, AL GREEN, MARVIN GAYE, CURTIS MAYFIELD und DONNY HATHAWAY sie zum Leben erweckt. Nun ist der 33-jährige allerdings nicht in Harlem aufgewachsen, sondern im niederländischen Haarlem. Aber man muss ja auch kein Ami sein, um Soul im Blut zu haben. Als Boris Titulaer hat er 2004 übrigens die zweite Staffel der holländischen Castingshow Idols gewonnen und veröffentlicht jetzt sein erstes Album unter dem Künstlernamen BO SARIS, nachdem bereits drei Studio- und eine Live-Platte unter seinem bürgerlichen Namen sehr erfolgreiche Positionen in den heimischen Charts erreichen konnten.

Als kleines Appetithäppchen gab es bereits Anfang des Jahres den erdigen Souler „The Addict“ auf die Ohren, auf den jetzt die Single „She’s On Fire“ folgt. Man könnte meinen, es mit einem lange verschollenen MARVIN-GAYE-Song zu tun zu haben, der da im Falsett-Gesang a la AL GREEN oder SMOKEY ROBINSON die Gehörgänge umgarnt. Zwischenzeitlich war bereits das tiefenentspannte „Little Bit More“ ausgekoppelt worden – verbunden mit einer gut gelaunten Einladung auf den Dancefloor. Mit traditionsbewusstem Gebläse wird der Silberling vom groovenden „Only God Knows“ eröffnet und mit dem der Midtempo-Nummer „Get To Know You Better“ schraubt der Herr seine Vocals erneut in ungeahnte Höhen, ehe „Does He Love You Better“ unaufgeregt aus den Boxen klingt und „Tender“ nachdenkliche Töne anschlägt. Für das treibende „Can’t Beat The Old Skool“ hat Mr. Saris den Kollegen JASPER WILDE ins Boot geholt, während das chillige „I’m Done“ wieder im Alleingang (und natürlich mit Begleitmusikern) performt wird. Das Thema Oldschool nimmt im Folgenden„Change“ gekonnt auf, während die R&B-Sounds von „Shoes“ auch auf einer JUSTIN-TIMBERLAKE-Tracklist stehen könnte. Derweil gehen die Streicher auf „So Said“ und „If I Don’t“ zu Herzen und auch „Can’t Force It“ bleibt in ruhigerem Fahrwasser, bevor der Titelsong „Gold“ zum finalen Soul-Schlag ausholt.

Der Guardian feierte ihn als die „neue Soul-Sensation“, der Daily Star bezeichnete seine Musik als „teuflisch ohrwurmig“ und SB.TV verlieh ihm das Prädikat „ultratalentiert“. Kurz: In Großbritannien ist BO SARIS schon der angesagte Mann des Souls. Mit „Gold“ wird er diese Position mit Sicherheit nicht nur auf dem britischen Eiland festigen, da bin ich mir sicher.

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