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BOBAFLEX - Apologize for nothing

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Artist BOBAFLEX
Title Apologize for nothing
Homepage BOBAFLEX
Label TVT RECORDS
Leserbewertung
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Nanu, wir haben doch gerade erst eine BOBAFLEX-CD besprochen, was ist denn hier los? Und tatsächlich, „Pimitive Epic“ und „Apologize for Nothing“ erscheinen beinahe zeitgleich in Deutschland, erstere CD ist die Wiederveröffentlichung des 2003er Vorgängers der zweiteren. “Turn the Heat up“ ist auf beiden Scheiben vertreten. Verständlich? Jedenfalls erkennt das geschulte Rezensentenhirn daran schon den aufkommen Hype um die Amis aus West Virginia. Kern der Truppe sind die McCoy-Brüder Shawn und Marvin, die sogar von irgendwelchen historischen Figuren abstammen sollen und in der Highschool noch als lächerliche KORN-Clone verschrien waren. Doch die Zeiten ändern sich, das Line Up auch, mittlerweile singen die beiden Saitenkünstler und BOBAFLEX haben viele neue Einflüsse in ihren Sound integriert. Witzig fand ich die recht häufige Bemerkung amerikanischer Zuschauer, dass die Bühnenshow sehr eigenartig sei, und die Musiker SEHR freundlich zueinander wären. Nun ja, Amis waren ja immer schon etwas prüde. Löblich ist auf jeden Fall, dass die „B Warriors“ bei einer Benefizshow für den erschossenen Dimebag geheadlined haben, aktuell ist man immerhin bei der Gigantour mit Größen wie FEAR FACTORY, NEVERMORE, DREAM THEATER und MEGADETH dabei. Schauen wir uns also mal ihren Output an.

Vielerorts als Rap Rock bezeichnet dominieren doch letztlich nur die harten Riffs und Grooves, richtig gerapped wird nur ganz selten („Medicine“) Also kein Crossover im Sinne der frühen 90er, eher eine Mischung aus In-die-Fresse-Rock mit Metal, Punk und Stoner-Einflüssen. Hat ein wenig was von CORROSION OF CONFORMITY gemixed mit SYSTEM OF A DOWN, immer wieder erinnern einzelne Parts an die genialen Exil-Armenier. Besonders bei „Guns Ablazin’“ und „Guardian“ gibt es diese typischen Singalongs, verrückte Breaks, abgedrehten Melodiefolgen, nicht ganz so verwegen wie die Vorbilder aber doch recht eindrucksvoll. Hierbei sollte man erwähnen, dass von schön-schrägem Cleangesang bis hin zu aggressivem Gebelle alles vorhanden ist, was der moderne Metaller so braucht. Meistens direkt, immer erdig, und hin und wieder auch verspielt nimmt man alles mit, was in den letzten Jahren trendy war – gemischt mit recht eigenwilligen Lyrics. So könnte „Bright red violent Sex“ in Teilen auch von der BLOODHOUND GANG stammen.

Ob das nun das nächste große „Ding“ werden wird, besonders in Europa, wage ich nicht vorherzusagen. Aber hier stimmt immerhin die Balance zwischen Image und Können, und vielleicht kommt das Quintett ja auch mal livetechnisch über den Teich. Mich würde nur mal interessieren, warum laut Grabstein im Booklet die „Bobaflex Warriors“ 2006 das Zeitliche segnen werden?!

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