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BODY/HEAD - Coming Apaprt

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Artist BODY/HEAD
Title Coming Apaprt
Label MATADOR/ BEGGARS GROUP
Leserbewertung
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8.6/10 (9 Bewertungen)

SONIC YOUTH liegen momentan auf Eis und Kim Gordon trat in letzter Zeit eher als Modedesignerin in der Öffentlichkeit auf, denn als Musikerin. Nach ihrer Scheidung von Thurston Moore, ebenfalls Mitglied von SONIC YOUTH, war es musikalisch ruhig geworden um die Dame. Doch jetzt traut Kim sich wieder an die Musik heran. Zusammen mit dem Gitarristen Bill Nace (X.O.4, VAMPIRE BELT) bildet sie dieses doch ziemlich gegensätzliches Duo.

BODY/HEAD ist eine Band, in der „frei“ miteinander improvisiert wird, es gibt kein Songwriting im herkömmlichen Sinn. Kim Gordon und Bill Nace gehen zusammen auf eine Bühne, oder eben in ein Studio, und spielen einfach drauf los, bis sich ein gewisses musikalisches Gefüge bildet. Nach den ersten Hördurchgängen erinnern BODY/HEAD an eine psychedelische Improvisationsband im Stile von THE VELVET UNDERGROUND. Aber es ist auch eine Reise in die Vergangenheit für Kim Gordon, denn BODY/HEAT gemahnen ebenso an die frühen SONIC YOUTH. Die Stücke entstehen direkt, daher wirkt alles roh, wie noch in der Entstehung befindlich. Gordon und Nace spielen hier mit vielen Soundeffekten und Feedbacks. Sie verfremden ihre Instrumente immer wieder und jagen die Klänge bis in die Unkenntlichkeit. Darüber singt und spricht Frau Gordon immer wieder abgerissene Textpassagen. Das Konzept hinter solcher Musik ist irgendwo zwischen Avantgarde und Ambient anzusiedeln und damit schon mal fernab jedweder kommerziellen Absichten.

Am Ende zählt dann doch die Musik und die ist sehr sperrig, um es mal vorsichtig auszudrücken. „Abstract“ und „The last Mistress“ sind noch die zugänglichsten Songs des Albums. Der Rest sind wirre Klangcollagen, die sich ins Unendliche ziehen. Aber am Ende der Platte angekommen wird man bei aller Anstrengung und nötiger Geduld das Gefühl nicht los, dass es einem doch irgendwie „Spaß“ gemacht hat. Wenn man dann noch die Konzerte der beiden betrachtet, dann erkennt man deutlich, dass hier ein Duo am Werk ist, das offensichtlich Freude an der(artiger) Musik hat.

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