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BOMBAY SHOW PIG - Vulture/ Provider

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Artist BOMBAY SHOW PIG
Title Vulture/ Provider
Homepage BOMBAY SHOW PIG
Label POPUP RECORDS
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

BOMBAY SHOW PIG ist ein Indie-Rock-Duo aus den Niederlanden und besteht aus Mathias Janmaat (Gesang, Gitarre & Samples) sowie Linda van Leeuwen (Gesang, Schlagzeug, Keys & Samples). In ihrer Heimat ist das Debüt „Vulture/Provider“ bereits im vergangenen Jahr erschienen und wurde dort mit Lob überschüttet; so gab’s beispielsweise von der Multimedia-Plattform 3VOOR12 (mit zwei TV-Sendern, mehreren Radio-Kanälen, einer Website und wöchentlichen Live-Events bei unseren westlichen Nachbarn ziemlich angesagt) eine Nominierung zum Album des Jahres.

Hört man die Mucke der beiden Musiker, die hinter BOMBAY SHOW PIG stecken, will man gar nicht glauben, dass diese melodischen Soundwände tatsächlich nur von zwei Personen auf die Beine gestellt werden. Den Anfang macht diesbezüglich die Single-Auskopplung „Sancho Panza“. Es erklingt schwurbeliger Seventies-Stuff, der durchaus das Zeug fürs Radio hat, ehe das dezent britpoppige „Shackles And Chains“ den Kopf zum Nicken und eine singende Säge zu Gehör bringt. Zunächst deutlich vertrackter präsentiert sich da „On A Plane“, um dann im Refrain wieder zu einer Eingängigkeit zu finden, die weit weg von jeder Beliebigkeit ist. Knackige Gitarrenriffs überraschen den Hörer derweil bei „Heart In A Headlock“ und auch „Start/Rewind“ mag es gern etwas härter, ist dabei aber auch lieblichen Pop-Refrains nicht abgeneigt. Derweil empfiehlt sich „Fingerprint“ als kitschfreie Ballade, bevor mit „Stuck In My State of Mind“ wieder Schwung ins Geschehen kommt. Nicht minder treibend fällt „Timewaster“ aus, während das leicht abgedrehte „Sharp Like“ mit Violinenklängen aufgepeppt wurde. Für die Fiedel haben sich Mathias und Linda im Übrigen Sietse van Gorkom ins Studio geholt und auch bei weiteren Tracks waren befreundete Künstler beteiligt – so ganz allein war das BOMBAY SHOW PIG also doch nicht. Wo man doch schon mal auf verschlungenen Prog-Wegen unterwegs ist, bleibt auch „Ill Intention“ abseits ausgetretener Mainstream-Pfade, um mit dem abwechslungsreichen „Wires“ wieder die ganz grobe Richtung musikalischer Hauptverkehrsstraßen einzuschlagen. „Making Friends“ heißt der letzte Titel und ohne Zweifel werden die beiden Käsehäppchen nicht nur mit diesem gefühlvollen und abwechslungsreichen Stück neue Freunde finden.

Als stilistische Einflüsse nennen Janmaaat und van Leeuwen BLUR, ARCADE FIRE und die YEAH YEAH YEAHS. Gleichzeitig schaffen die beiden auf „Vulture/ Provider“ ihren ganz eigenen Klangkosmos, der geradlinig und doch verschnörkelt, progressiv und immer auch melodisch ist. Kurz: hörenswerte Musik mit hohem Wiedererkennungswert und Nachhaltigkeit.

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