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BON JOVI - The Circle (CD/ DVD)

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Artist BON JOVI
Title The Circle (CD/ DVD)
Homepage BON JOVI
Label ISLAND
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Da sind sie wieder: BON JOVI haben im 26. Jahr ihres Bandbestehens die elfte Studioplatte in die Plattenläden geschickt und sind damit einmal mehr direkt bis an die Chartspitze durchmarschiert. Nach einem kleinen Ausflug auf dem „Lost Highway“, der die Stadion-Rocker vor zwei Jahren Richtung Americana und Country führte, erinnern sich die vier Rock’N’Roll-Schwiegersöhne wieder ihrer Kernkompetenzen und mixen mainstreamigen Rock mit einer ordentlichen Dosis Gefühl.

Schließlich sind die Fans aus den Hair-Metal-Anfangstagen inzwischen auch deutlich älter geworden und nicht nur bei Fronter Jon Bon Jovi ist die Matte schon lange ab. Deshalb gibt es bei den Jungs aus New Jersey auch solide Hausmannskost auf die Ohren, die keine unangenehmen Überraschungen birgt, sondern auf bewährte Zutaten setzt. Als Starter fungiert die Vorabsingle „We Weren’t Born To Follow“, die es bis in die Top Ten geschafft hat und eindeutig aus dem BON JOVI-Stadion-Hymnen-Baukasten kommt. Das folgende „When We Were Beautiful“ setzt in Richtung Emotionalität noch eins drauf und teilt sich zudem den Titel mit der DVD gleichen Namens, die es im Paket mit der CD als limitierte Deluxe Edition zu kaufen gibt. Auf dem Silberling präsentieren sich BON JOVI live und in schwarz-weiß (!) während ihres Touralltages. Die Bandmitglieder plaudern unterhaltsam aus dem Nähkästchen und allein die Tatsache, dass die 80 Minuten Filmmaterial das Prädikat „FSK 0“ bekommen habe, lässt schon erahnen, dass die Herrschaften nicht unbedingt den wilden Rock-Klischees frönen, sondern tatsächlich einfach nette Typen von nebenan sind, die zufällig Musik machen, mit der sie die Massen begeistern. Das taten sie bereits 1986 mit „Livin‘ On A Prayer“ und auf diesen Song scheinen sie sich heuer bei „Work For The Working Man“ zu berufen. Aber warum nicht mal bei sich selbst klauen? So lange es keine Wiederholung von „Bed of Roses“ gibt, meckere ich nicht und die ganz heftigen Schmusenummern bleiben auf „The Circle“ glücklicherweise auch aus. Lediglich das finale „Learn To Love“ trägt deutlich zu dick auf, ansonsten bekommt das Quartett mit ein paar beherzten Gitarrenakkorden zumindest in letzter Minute immer noch die Kurve.

BON JOVI sind eine sichere Bank. Sie liefern saubere Arbeit ab, fallen nicht durch Skandale auf und ziehen höchst professionell und mit 120 Millionen weltweit verkauften Tonträgern auch wirtschaftlich sehr erfolgreich ihr Ding durch. Genauso ist auch „The Circle“. Innovativ geht anders, einen musikalischen Meilenstein sucht man ebenfalls vergeblich, aber trotzdem macht die Mucke irgendwie doch immer noch Spaß. Vielleicht sind’s bei mir auch schon nostalgische Anwandlungen, die sich da breit machen…

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