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BONZ - Broken Silence

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Artist BONZ
Title Broken Silence
Label ETERNAL SOUND
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Erinnert sich noch jemand an STUCK MOJO? Jene Metal-Rap-Southern-Rock-Crossover-Kapelle, die gemeinsam mit RAGE AGAINST THE MACHINE in den Neunzigern Vorreiter in Sachen Rap-Metal war? 2008 gab’s von den Jungs aus Atlanta/ USA ein letztes Lebenszeichen aus dem Studio, das den Namen „The Great Revival“ trug, für den ganz großen Neuanfang hat’s allerdings nicht gereicht und wie der aktuelle Status der Band ist, scheint eher unklar. Eindeutig ist jedoch, dass der Sänger Bonz sich jetzt quasi selbständig gemacht hat. BONZ heißt seine neue Formation, die da weitermacht, wo STUCK MOJO aufgehört haben.

Will sagen: „Broken Silence“ verströmt klassischen MOJO-Charme, es geht ordentlich zur Sache und lange gefackelt wird ebenfalls nicht. In diesem Sinne legt der Opener „Sinister Grin“ knackigen Crossover vor und auch der Kopfnicker „Comes Over Me“ lädt ebenso wie die krachenden Gitarrenlicks von „Godshine“ zum ausgelassenen Hüpfen ein. Der Titeltrack „Broken Silence“ lässt mit viel Tempo wahrlich keine Zeit zum Verschnaufen und für den Gesang auf „30 Seconds To Swat“ konnte ex-PRIMER-55-Member Jason „J-Sin“ Luttrell gewonnen werden, während sein ehemaliger Kollege Curt Taylor dauerhaft bei BONZ den Sechssaiter bearbeitet und auch gleich die Produktion des Debüt-Silberlings übernommen hat. Wirkliche Abwechslung sollte man auf dem Erstling nicht erwarten; ok, „Take It Personal“ akzentuiert den Metal- und Rap-Parts etwas stärker und „Sour Diesel“ wagt kleine Abstecher in sonnig-psychedelische Gefilde, im Wesentlichen zelebrieren BONZ jedoch einen behutsam modernisierten Abgesang auf ihre größten Zeiten. „Bad News“ und „Bad Love“ lassen diesbezüglich nichts anbrennen und dass sich das Ganze auch live funktioniert, beweisen die Herrschaften auf der Zielgeraden mit einer Live-Version von „Take It Personal“.

Also insgesamt nichts wirklich Neues im Hause BONZ, aber immerhin haben die Jungs mit „Broken Silence“ eine hochenergetische Interpretation des Neunziger-Rap-Metals abgeliefert, die auch 2015 ihren lärmenden Charme hat.

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