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BOOZED - One Mile

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Artist BOOZED
Title One Mile
Homepage BOOZED
Label CHEQUERS74
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

2001 als AC/DC-Coverband von ein paar 16-jährigen gegründet, sind BOOZED inzwischen das musikalische Aushängeschild ihrer Heimatkleinstadt Bramsche nördlich von Osnabrück. Unzählige Konzerte sind seitdem gespielt worden – gerade erst haben BOOZED MONSTER MAGNET auf deren Deutschland-Tour supportet – aber auch mit TURBONEGRO, den DONOTS, HEIDEROOSJES, GLUECIFER, den HELLACOPTERS, BEATSTEAKS, PETER PAN SPEEDROCK, ROSE TATTOO und den FLAMING SIDEBURNS stand man schon auf einer Bühne. Außerdem haben die Jungs Festivals wie Hurricane, Taubertal und Rheinkultur zwischenzeitlich absolviert und sind längst keine Coverband mehr, sondern eine ernst zu nehmende Rock-Combo, die mit „One Mile“ ihre vierte Platte (und die erste auf dem eigenen Label Chequers74) rausbringt.

Im Programm haben BOOZED nach wie vor Rock ’N’ Roll mit einer guten Portion Punk und Blues, was sich in Form des Albumopeners „Save Me“, der gleichzeitig auch als Vorabsingle veröffentlicht wurde, gewohnt treibend präsentiert. Bei „This Ain’t My City“ legen sie noch ein paar Kohlen drauf und auch „You Gotta Go Again“ hält nichts davon, die Geschwindigkeit zu drosseln und haut stattdessen weiter rotzigen Riff-Rock’N’Roll raus. Für „Circus“ konnten BOOZED einen illustren Gast gewinnen: Der Ex-HELLACOPERS-Sänger und Gitarrist Nicke Andersson ist auf eigenen Wunsch bei der Nummer mit von der Partie, die erstaunlicherweise eher nach BAD RELIGION als nach Skandinavien-Rock klingt, mit dem man BOOZED in der Vergangenheit häufig in Verbindung brachte und den man wohl bei einer Kollaboration mit einem HELLACOPTERS-Member eher erwarten würde. Der Qualität des Songs hat’s keinen Abbruch getan und auch das folgende „Speak By The Haze“, das irgendwo zwischen LENNY KRAVITZ und JIMI HENDRIX zu Hause ist, weiß mit seinen rotzigen Hooks zu überzeugen, bevor mich die erste Ballade „Easy“ mit warmem Blues empfängt. Der zweite balladeske Vertreter der Langrille ist lt. BOOZED „Asphalt Burning“, wobei der Begriff „Ballade” hier schon einigermaßen weit gefasst ist, da doch ganz ordentlich gerockt wird. Kitsch und Glamour sind dem Fünfer ganz offensichtlich fremd, wogegen aber auch wirklich nichts zu sagen ist. „One Mile To The Moon“ klingt noch am ehesten nach AC/DC, was nicht unwesentlich am Gesang von Markus Strothmann liegt, der sich auch ganz hervorragend aufs Geshoute versteht, während die Kollegen an den Instrumenten gewaltig Gas geben. Immerhin gilt es, zwölf Tracks in gut 30 Minuten rauszuhauen, da darf auch das Tempo bei „Hypnotic Magnetic“ entsprechend rasant sein, um beim bluesigen „Don’t Hold Back“ zumindest zu Beginn ganz kurz zu verschnaufen. „Trouble“ will davon ebenso wenig wie „Next Door“ wissen. Hier wird Rock’N’Roll noch mal ganz groß geschrieben, dann ist der musikalische Wirbelwind auch schon vorbeigezogen.

Ohne Zweifel dürften BOOZED mit „One Mile“ einen weiteren Schritt getan haben, im Rockzirkus deutlich weiter oben mitzuspielen. Die vierte Langrille gefällt mit durchgängig hochenergetischem Rock’N’Roll, der sich in Windeseile in die Trommelfelle frisst. Die Limited Edition verfügt übrigens noch über eine zusätzliche Bonus DVD mit einer Studio Dokumentation, drei Studio Videos inklusive eines unveröffentlichten Non-Album-Tracks (insgesamt wurden 18 Stücke aufgenommen) und eine Diashow.

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