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BOSSE - Wartesaal

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Artist BOSSE
Title Wartesaal
Homepage BOSSE
Label VERTIGO
Leserbewertung
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8.0/10 (9 Bewertungen)

Passend zu seinem 31. Geburtstag am 22. Februar verteilt Axel Bosse die Geschenke an seine Fans. Natürlich in Form der neuen Platte „Wartesaal“. Die Nr. 4 in der BOSSE-Diskografie ist ein wenig elektronischer ausgefallen als die Vorgänger; die Texte bewegen vielleicht nicht immer ganz so sehr wie in der Vergangenheit sofort Herz und Hirn, dafür gehen die Melodien aber durchgängig direkt ins Ohr und der Wahlhamburger beweist zweifellos Abwechslungsreichtum. Entstanden ist die Langrille übrigens im Wesentlichen in einem 70er-Jahre-Wohnwagen an der Elbe.

Mit dem Titeltrack „Wartesaal“ beginnt die Scheibe vielversprechend mit einer detailverliebten Instrumentierung, ehe die Vorab-Single „Weit weg“ tanzbare Wave-Drums ins Spiel bringt. Flott und rhythmusbetont schließt sich „Metropole“ mitsamt Streichern an, die erst recht beim sich anschließenden „Die Nacht“ im Zwiegespräch mit einem Piano gut zu tun bekommen. Nach den sentimentalen Akustikgitarren und Bläsern auf „Nach Hause“, kehrt BOSSE mit „Du federst“ wieder auf den Dancefloor zurück und auch „Wende die Zeit“ gefällt mit schwungvollen Melodien, die bisweilen eine kurze Verschnaufpause einlegen, bevor „Die Regie“ und „Roboterbeine“ erneut zum Tanzen auffordern. „Frankfurt/Oder“ gab es bereits als Ballade auf dem 2006er „Guten Morgen Spinner“ zu hören, heuer präsentiert sich die Nummer als beschleunigtes Duett mit Anna Loos, mit deren Band SILLY BOSSE bereits auf Tour war. „Yipi“ zählt zu den nachdenklicheren Vertretern auf „Wartesaal“ und auch das finale „Nächster Sommer“ setzt auf leise Töne, die jedoch sehr hörenswert ausgefallen sind.

Eigentlich sollte der komplette Silberling wie „Roboterbeine“ klingen, in den 100 Tagen, in denen das Album schließlich gemeinsam mit Produzent Jochen Naaf seine endgültige Form bekommen hat, entwickelten sich die Dinge jedoch anders und das ist auch gut so. Jetzt erzählt BOSSE zwölf kleine Geschichten, die auf ihre Art alle unterschiedlich und eben deshalb auch spannend anzuhören sind. Das Album ist im Übrigen auch als Limited-Deluxe-Edition erhältlich, die eine zweite CD mit sieben Akustik-Versionen von Songs des „Wartesaal“-Longplayers.

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