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BOY - We Were Here

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Artist BOY
Title We Were Here
Homepage BOY
Label GRÖNLAND
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2011 haben Valeska Steiner und Sonja Glass mit dem Song „Little Numbers“ einen absoluten Ohrwurm abgeliefert und auch ihr Debüt „Mutual Friends“ wusste zu überzeugen. Es zog direkt in die deutschen und Schweizer Top Ten, hielt sich fast 40 Wochen in den hiesigen Top 100 und wurde vergoldet. Für den Nachfolger „We Were Here“ haben sich die Eidgenossin und die Hamburgerin Zeit gelassen – sieht man mal davon ab, dass die Damen einmal rund um den Erdball getourt sind. Inzwischen ist der zweite Silberling im deutschsprachigen Raum in den Top 5 gechartet und das ganz zu recht, denn „We Were Here“ ist wieder ein wunderbares Stück BOY-Musik.

Der Titeltrack hat als Vorab-Single so etwas schon ahnen lassen und tatsächlich knüpfen BOY nahtlos da an, wo sie vor vier Jahren mit „Mutual Friends“ begonnen haben (gemeinsame Sache macht das Duo übrigens bereits seit 2007). Dabei klingt der Sound des zweiten Albums gewachsen, die Symbiose aus organischen, akustischen Elementen und Synthie-Klängen hat sich weiterentwickelt, wobei die Songs weiterhin ein dichtes und doch luftiges Geflecht aus Erlebnissen und Erfahrungen der beiden Musikerinnen sind. Genug erlebt hat das Duo in den vergangenen Jahren mit Sicherheit und wenn es von „Fear“ singt, klingt das so aufgeräumt und entspannt, dass man hoffen darf, dass die positiven Dinge in dieser Zeit überwogen haben. „Hit My Heart“ übernimmt derweil mit verspielten Rhythmen und das Leben aus dem Koffer und im „Hotel“ dürfte den charmanten Ladies so vertraut sein, dass der melancholische Unterton in dieser Nummer nur zu verständlich ist. Mit einer gewissen Schwermut schließt sich „No Sleep For The Dreamer“ an, ehe „Flames“ zu Herzen gehende Töne anschlägt und „New York“ ebenso pulsierend übernimmt wie man den Big Apple kennt – nur das hier jede Form von Hektik außen vor bleibt. „Rivers Or Oceans“ gefällt mit perlenden Melodien, um schließlich mit dem nachdenklichen „Into The Wild“ großartig zu enden.

Nein, ein weiteres „Little Numbers“ findet sich nicht auf „We Were Here“. Stattdessen servieren die Wahl-Hanseatinnen schlicht einen schönen Silberling, der mit tiefgehenden Harmonien und Arrangements, direkten und berührenden Texten kleine Geschichten von persönlichen und doch universellen Momenten im Leben erzählt.

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