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BRAINSTORM - Memorial Roots

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Artist BRAINSTORM
Title Memorial Roots
Homepage BRAINSTORM
Label AFM RECORDS
Leserbewertung
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Die Leader der deutschen melodic Brett-Power Metal-Szene melden sich schon sehr schnell mit einem neuen Album zurück, noch dazu auf neuem Label. Vielleicht etwas zu schnell, denn schon das letzte Werk „Downburst“ konnte nicht die Hitdichte wie der Vorgänger „Liquid Monster“ vorweisen. Und auch das neue Werk startet eher verhalten-pumpend mit „Forsake what I Believe“. Getragen-düster mit leichtem Oriental-touch im Hintergrund haut einen der Track nicht gerade aus den Socken. Amtlich pumpen tut das schon, die Soli sind auch wieder töfte, aber klick macht’s irgendwie nicht. Sechseinhalb Minuten sind für einen Opener auch etwas zu lang.

Schlimm wird’s aber mit dem folgenden „Shiver“, das 08/15-Metal von der Stange bietet – singt da Andy B. Frank? Kann man kaum glauben. Das Riff könnte von einer Nachwuchskapelle stammen, aber doch nicht von BRAINSTORM! Völlig laffer Track, der wie ein Outtake der letzten beiden Alben klingt. Auch das ruhigere „The Conjunction of 7 Planets“ ist über 6 Minuten lang und ganz frappierend bei IRON MAIDEN abgekupfert! Plätschert so dahin und kann nur im guten Chorus punkten, ansonsten langweilt’s. Die Power-Keule wird bei „Cross the Line“ endlich ausgepackt und die Doublebass qualmt. Andy singt irgendwie tiefer, aber der Song rockt wenigstens. Wenn auch etwas steril und zu austauschbar. Fällt den Jungs nix Geiles mehr ein oder brauchen die einfach nur dringend mal eine schöpferische Pause? Hört sich so an. Das Schlagzeug klingt recht pappig, was aber an meinem Vorabdownload liegen kann. Die ganze Scheibe rauscht so an einem entlang, ohne das groß was hängen bleibt… wo sind bitteschön solche Killertracks wie „Blind Suffering“, „Hollow Hideaway“, „Worlds are Coming Through“, „All those Words“, „Heavenly“ oder „Fire Walk with Me“??? Vor allem: Wo ist der Sänger, der diese Kracher veredelt hat? Da hört man auf „Memorial Roots“ so gut wie nichts von. Das ist Rumgeluller und enthält bis zum bitteren Ende nicht einen Song, der auch nur ansatzweise an die Klasse der letzten Alben herankommt!

Erschreckend, aber wahr: In dieser Form verspielen sie ihren bisher (zurecht!) erreichten Status ganz schnell. Wenn das nächste Album nicht die Güte eines „Liquid Monster“ aufweist, sehe ich ganz Schwarz. Ein enttäuschter…

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