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BRAND NEW - Deja Entendu

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Artist BRAND NEW
Title Deja Entendu
Homepage BRAND NEW
Label EPITAPH
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.2/10 (5 Bewertungen)

Na, was denn jetzt? Während sich Band- und Albumname ein fröhliches Duell liefern, kommt die Band mit einem derart „frisch und frech“ getexteten Beipackzettel, dass so manche Allegra-Redakteurin an den eigenen Fähigkeiten zweifeln dürfte und die Titelliste, die in 7-Punkt gerade so auf eine DIN A3 Seite passt, lässt keinen Zweifel daran, dass man sich schon längst nicht mehr mit einer einfachen Punk-Pop Scheibe zufrieden gibt. Spaß war einmal, BRAND NEW machen jetzt Kunst!

Das hätten sie vielleicht lieber bleiben lassen sollen. Man kann sich förmlich vorstellen, wie man sich bei Epitaph schon die Hände reibt angesichts dieser „so natürlichen“ Fügung: Ehrliche, nackte Emotionen und explosive Alternativ-Gewalt einträchtig nebeneinander und zwar nicht nur mittels dem in diesem Genre beinahe schon herätischen Stilmittel der Ballade, wie z.B. bei RIVAL SCHOOLS, sondern als gänzlich neuer Songwriting-Ansatz. Oder anders formuliert: Einfühlsame, langsame Strophen und rockende, schnelle Refrains. Da wo für jeden etwas dabei sein sollte, für Jungs und Mädchen, für die Hartgesottenen und die Weichgekochten, bleibt aber leider nur ein Scherbenhaufen vergebener Chancen. Es ist fast schon schmerzhaft dabei zuzusehen, wie die Band einen großen Moment nach dem anderen vergibt, um auch ja noch irgendwie die Kurve zum Stadiumrock zu kriegen, zur geballten Faust, zur Hymne, am allerschlimmsten bei dem wie alles hier bescheuert benannten „Me vs. Maradonna vs. Elvis“, einer eigentlich brillianten Akustikballade, der man nicht ein frühzeitiges und versöhnliches Ende, sondern ein brachiales und banales Finale angedeihen lässt. Es ist der Sache auch nicht gerade zuträglich, dass Sänger Jesse Lacey zwar eine wunderbare und warme Gesangs- , jedoch eine grässlich durchschnittliche und dünne Schreistimme hat. Mit „The boy who blocked his own schot“ scheint ihnen dann doch ein passabler Song gelungen zu sein, bevor man merkt, dass es sich hierbei quasi um ein Backingtape von COLDPLAYs „Yellow“ mit einer anderen Melodie handelt – In der Tat ein „Deja Entendu“!

Es gab letztens in Düsseldorf eine Ausstellung namens „Genie ohne Talent“. Ich weiß nicht, ob diese Jungs Genies sind, doch der Rest stimmt.

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